„Existenz unter Beschuss“

Donnerstag, 17.10.2019, um 19.00 Uhr, Pavillon (Lister Meile 4,)
Das Kulturzentrum Pavillon überträgt eine Informationsveranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin zum Angriff auf die Autonome Verwaltung in Nord- und Ostsyrien. Vier Teilnehmerinnen aus Zivilgesellschaft und Medien sind eingeladen, um gemeinsam über die Fragen informieren und zu diskutieren: Was bedeuten die Entwicklungen für die Zukunft der autonomen Selbstverwaltung in Rojava? Was passiert, wenn als vermeintliche Bündnispartner für die syrischen Kurd*innen nur noch Assad und Putin in Frage kommen? Wie sind die Strategien Erdoğan und Trumps einzuschätzen? Wie kann es sein, dass die Türkei, die ihren eigenen Anteil am Erstarken des IS hat, nun für die Strafverfolgung der sich in kurdischer Haft befindenden (internationalen) IS-Straftäter*innen zuständig gemacht wird?
Der Live Stream wird online ausgestrahlt unter: https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/K4PBZ/existenz-unter-beschuss/

Stoppt die türkische Aggression

Wie lange befürchtet, hat die Türkei jetzt ihren Angriff auf Nordsyrien – Rojava begonnen. Unter dem Vorwand, dort Flüchtlinge ansiedeln zu wollen, wird völkerrechtswidrig das Nachbarland überfallen. Besonders pervers: Man will angeblich “Terroristen” von YPG und IS bekämpfen. Dabei waren doch die YPG, die Selbstverteidigungskräfte der Kurden, eben noch die Verbündeten gegen die Islamisten und hatten ihnen die entscheidende Niederlage bereitet.

Wieder mal ist Deutschland in der Lage, dass ein NATO-Partner einen völkerrechtswidrigen Krieg beginnt.

Wir fordern, dass die Bundeswehr unverzüglich jede Unterstützung (Truppen in Konya, Versorgung mit Überwachungsinformationen der Awacs aus Jordanien) einstellt!
Rüstungsexporte in die Türkei müssen sofort – nicht erst irgenwann mal später – gestoppt werden.

NavDem (Demokratisches Gesellschaftszentrum der Kurdinnen und Kurden in Hannover) hat zur Solidaritätsdemonstration in Hannover aufgerufen:

Samstag, 19.10.2019, 15.15 Uhr, Ernst-August-Platz Hannover: Demonstration

Die Demo wird Hevrîn Xelef gewidmet sein, der Vorsitzenden der
Zukunftspartei Syrien, die sich in den letzten Jahren konsequent für den
Aufbau der basisdemokratischen Selbstverwaltung in Nordsyrien eingesetzt hat und nun von Kämpfern einer radikalislamischen Miliz, die am Angriffskrieg beteiligt ist, ermordet wurde.

FRIDAYS FOR FUTURE – Krieg ist der größte Klimakiller

Am Freitag, bevor in Hannover überhaupt soooo viele Menschen – zwischen 30.00 und 40.000! – für die Zukunft des Planeten auf die Straße gingen, waren es ‚down under‘, also in Australien, bereits jeweils 100.000 Menschen in Melbourne und Sidney auf der Straße, und ‚rekordbrechende Massen‘ in vielen anderen Städten Australiens. Und so ging das rund um die Welt weiter.

Wir vom Friedensbüro und der DFG-VK waren auch dabei und betreuten mit ‚XR‘ (extinction rebellion) den Finger vom Küchengarten aus. Wir haben intensiv dazu beigetragen, dass die Rolle von Krieg, Militär und Gewalt als eine wesentliche Ursache für die Klimakatastrophe mit in die Diskussion und hoffentlich auch in  weitere Diskussionen und Aktivitäten mit eingeht.
Hier der Text unseres Flyers:

Für eine bewohnbare und lebenswerte Welt –
gegen Klimakollaps und Kriegsverwüstung

Uns Alle beschäftigt die Furcht vor den Auswirkungen des Klimawandels. Die Vorstellung einer Erde, auf der man nicht mehr leben kann, ängstigt uns.

Wir, als Teil der Bewegung für einen weltweiten Frieden, meinen, dass Aufrüstung und Kriegsgefahr im Zusammenhang mit der Klima-diskussion mitgedacht werden müssen: Kriege, geführt um Macht, Einfluss und Profite, machen die Welt unbewohnbar – vor allem im Globalen Süden –; sie führen zu Tod, Not, Verzweiflung und Flucht.
Aufrüstung, Planung und Vorbereitung jeglichen Krieges, das gezielte Töten von Menschen sind verbrecherisch als Plan, als Drohung und erst recht in der tatsächlichen Umsetzung.
Sie verschleudern aber auch Ressourcen, vergiften Menschen und Umwelt und führen die Erde ökologisch in den Abgrund.

Dass im Krieg Menschen getötet werden, ist schlimm — und allgemein bekannt. Die Schäden, die militärische Aktionen an Pflanzen und Tieren, an den Böden und unserer Atemluft anrichten, sind jedoch noch kaum im Blick. Brände, Explosionen, Pulverdampf, entlaubte Wälder, verseuchte Gewässer, CO2-Ausstoß in unfassbaren Mengen — das ist die furchtbare Umweltbilanz der Kriege und schon der vorbereitenden Militärübungen. Man hört merkwürdig wenig darüber.
Und das Militär als einer der größten Umweltsünder wurde aus dem Kyoto-Protokoll gestrichen — auf Betreiben der NATO-Staaten.

Krieg ist einer der größten Klimakiller – zumindest der überflüssigste!

  • Krieg und Militär zerstören gezielt menschliches und anderes Leben, Infrastruktur, Kultur, besiedelte und naturbelassene Lebensräume.
  • Selbst ohne Kriegseinsatz gehört das Militär zu den größten Verbrauchern von Energie:
    – Ressourcenverbrauch bei der Herstellung von Rüstungsgütern
    – Versiegelung des Bodens für Militäranlagen und die Zerstörung der CO2– bindenden Vegetation.
    – Energieverbrauch durch militärische Übungen, Wartung, Reparatur und Unterbringung der „kostbaren“ Waffensysteme.
    – Energieverschwendung und Umweltbelastung durch Transporte von Menschen und Material durchs Militär (Militärfahrten und –flüge).
    – Mehr als die Hälfte der Hubschrauber der Welt sind für militärische Zwecke bestimmt und etwa 1/4 des Verbrauchs von Düsentreibstoffen entfällt auf Militärfahrzeuge.
  • Kerosin-Ablass, Löschschäume und Lösemittel verseuchen Böden.
    Tests von Atomwaffen „versorgten“ die Welt mit Plutonium mit einer Halbwertszeit von 25.000 Jahren. Panzerbrechende Munition mit abgereichertem Uran vergiftete ehemalige Kriegsregionen (Kosovo, Irak) dauerhaft. Die Rate von Krebserkrankungen stieg dort immens.
  • Herbizide führen noch heute, fast 50 Jahre nach dem Ende des Vietnamkriegs, zu Schäden bei ungeborenen Kindern.

Wir brauchen Wissenschaftler*innen und Ingenieur*innen, die sich mit der Verbesserung des Lebens beschäftigen statt mit der „Verbesserung“ der Tötungs-Maschinen.
Wir wollen nicht mehr Standorte, mehr Flugplätze, mehr trainierendes Militär, mehr fliegende Jets, mehr donnernde Militärkonvois und nicht mehr Finanzen fürs Militär! Diese Mittel brauchen wir zur Gestaltung der Klimawende.

Wir fordern als Teil weltweiter Bewegungen gegen Krieg und Gewalt:

  • Ein Ende von Kriegen auf der ganzen Welt.
  • Die Ächtung und Abschaffung von Atomwaffen.
  • Ein Nein zu deutschen und NATO-Kriegseinsätzen.
  • Den Stopp von Waffenexporten in alle Welt.

Wir wollen eine bewohnbare und lebenswerte Welt – für Alle!

Fridays for Future : Rede von Extinction Rebellion

Hallo Hannover!
Ich bin Maximilian Matthias. Ich bin Teil der Extinction Rebellion, Teil des
Aufstands gegen das Aussterben.
Normalerweise müsste ich mich freuen so viele Menschen sind hier, es
herrscht gute Laune. Heute ist der größte Klimastreik, den die Welt je
gesehen hat.
Ich wünsche mir oft, dass ich einfach keinen Plan von der Welt hätte. Nein
ganz im Ernst.
Die Regenwälder in Brasilien brennen im kriminellen Ausmaße. Die Staaten
sichern Brasilien Geld zur Bekämpfung der Brände zu, sind aber gleichzeitig
überzeugt von einem Freihandelsabkommen mit Brasilien, welches dieses
Problem nur weiter verschärft.
Die Stadt Hannover nimmt mit großem Verständnis die Forderungen der
Fridays for Future an, fördert aber gleichzeitig in Millionenhöhe die
Kreuzfahrtindustrie.
Die Landesregierung Niedersachsens, aber auch unsere Bundesregierung,
scheinen sich ganz groß um uns zu sorgen. Deswegen darf die Wirtschaft
nicht unter dem Klimaschutz leiden, die Bürgerinnen aber schon, indem sie tiefer in die Tasche greifen müssen. Dabei liegen die Lösungen schon auf den Tischen der Wirtschaftsexperten der Regierung Was die Regierungen hier tun, ist eine kollektive Verleugnung der Umweltkatastrophe. Wir stehen mit beiden Beinen tief in der Scheiße und diejenigen, die etwas tun können, nehmen das Problem nicht ernst. Was wir alle anerkennen müssen, und daran führt kein Weg vorbei , ist dass wir keine Zeit mehr haben. Wenn Parteien und Institutionen vom Erreichen der Klimaziele bis 2040 sprechen, haben sie klipp und klar die Forderungen vom IPCC, dem Weltklimarat, nicht verstanden. Wir sind jetzt schon am Anbeginn einer weltweiten Katastrophe, welche bald mehr Tote fordern wird als die letzten zwei blutigen Weltkriege.

Vor einem Monat bin ich das zweite Mal Onkel geworden. Wenn man in die Augen eines Babys sieht, dann bewegt sich in vielen von uns etwas. Ich hoffe, dass die Mütter und Väter unter euch mir da zustimmen können.können. Meine Oma nahm immer gerne meine Hände und sagte, „Was werden diese Hände in diesem Leben noch arbeiten müssen!“. Ich sage hier, „Was werden die Augen meiner Nichte in ihrem Leben noch Schlimmes sehen müssen!“ Sie sehen düsteren Zeiten entgegen. Die Menschheit befindet sich in einer Situation, wie es sie in unserer Geschichte noch nie zuvor gegeben hat. Eine Situation, eine Krise, die, wenn wir sie weiterhin ignorieren, alles zerstören wird, was uns lieb und teuer ist: unsere Heimat, unsere Mitmenschen, unsere Ökosysteme und die Zukunft unserer Kinder. Die Wissenschaft formuliert es unmissverständlich: Wir befinden uns mitten im sechsten Massenaussterben der Erdgeschichte! Wir steuern unaufhaltsam auf die Katastrophe zu, wenn wir nicht sofort und entschieden handeln. Weltweit wird die biologische Vielfalt vernichtet. Unsere Ozeane werden vergiftet, übersäuert – und der Meeresspiegel steigt. Überschwemmungen und Wüstenbildung werden riesige Landstriche unbewohnbar machen und Menschen werden millionenfach in die Flucht getrieben. Die Luft, die wir atmen, ist derart vergiftet, dass Luftverschmutzung weltweit bereits heute mehr Opfer fordert als Krieg und Hungersnöte, Malaria und HIV zusammen.und HIV zusammen. Sie schädigt bereits Ungeborene und verursacht den vorzeitigen Tod von Millionen von Menschen. Der Kollaps unseres Klimas hat begonnen: ausgedehnte Waldbrände, unberechenbare Stürme, Hungerkatastrophen und Dürreperioden werden zunehmen, während Nahrungsmittel und Süßwasser knapp werden. Der Kampf um die schwindenden Ressourcen führt zur weltweiten Ausbreitung von Konflikten. Kein vernunftbegabtes Wesen, das ein moralisches Gewissen besitzt ein moralisches Gewissen besitzt – sei es ethisch oder im Glauben fundiertsei es ethisch oder im Glauben fundiert –, kann die ökologischen Krisen, die diesen Planeten und seine Tier- und Pflanzenwelt heimsuchen, leugnen, ignorieren oder dem ganzen tatenlos zusehen. Im Einklang mit unseren Werten, aus Liebe zum Leben und in Übereinstimmung mit der überwältigenden wissenschaftlichen Beweislast erachten wir es als unsere Pflicht, zu handeln –– im Interesse der Sicherheit und des Wohlergehens unserer Kinder, der Vielfalt und Einzigartigkeit menschlichen Lebens und der Zukunft des Planeten Erde. Gestützt auf unser Gewissen und unsere Vernunft, erklären wir unseren Regierungen und ihren korrumpierten, untauglichen Institutionen, deren Versagen unsere Zukunft bedroht, die Rebellion! Den massenhaften, friedlichen Aufstand gegen das Aussterben – für das für das Leben! Unsere Regierungen haben, in Anbetracht ihrer vorsätzlichen Komplizenschaft mit denjenigen, die das Gemeinwohl zugunsten kurzfristiger individueller Gewinne opfern, unser Vertrauen verspielt. Wenn weder die gewählte Volksvertretung noch das Gesetz den angemessenen Schutz und das Wohlergehen der Bevölkerung gewährleisten können, liegt es in der Hand der Bürgerinnen, die notwendigen Veränderungen einzuleiten –– zur Abwendung der Katastrophe und für die Zukunft unserer Kinder. Dann ist es nicht nur unser Recht zu rebellieren, en, sondern unsere Pflicht. Wir rufen alle Bürgerinnen auf, sich gemeinsam mit sondern unsere Pflicht. Wir rufen alle Bürgerinnen auf, sich gemeinsam mit uns friedlich zu erheben.uns friedlich zu erheben. Wir fordern, gehört zu werden, um mit Unterstützung der Wissenschaft fundierte Lösungen für die Bewältigung der beispiellosen ökologischen Krisen fundierte Lösungen für die Bewältigung der beispiellosen ökologischen Krisen zu finden. Wir fordern, Bürgerinnenversammlungen einzuberufen, die die notwendigen Schritte erarbeiten, unseren gegenwärtigen, katastrophalen notwendigen Schritte erarbeiten, unseren gegenwärtigen, katastrophalen Kurs zu ändern.Kurs zu ändern. Wir weigern uns, zukünftigen Generationen einen sterbenden Planeten zu Wir weigern uns, zukünftigen Generationen einen sterbenden Planeten zu hinterlassen! Es ist Zeit zu handeln! WIR handeln! Wir können nicht anders! Wir handeln friedfertig und mit unbändiger Liebe in unseren Herzen. Wir handeln gewaltfrei, respektvoll und aus Liebe zu unseren Mitmenschen. Wir alle müssen handeln! Aus Liebe zu ALLEN Lebewesen –– die sich selbst nicht schützen können. Wir handeln aus Liebe zu unserer einzigen Heimat, handeln aus Liebe zum Planeten Erde! Wir handeln! Im Namen des Lebens!
Kommt deshalb ob in Gruppen oder alleine ab dem 07.Oktober nach Berlin. Ich fordere auf zum gewaltfreien Zivilen Ungehorsam!
Ich bin Maxim von der Extinction Rebellion. Dankeschön!

Informationen zur Gruppe “Extinction Rebellion unter dem Link
https://extinctionrebellion.de/og/hannover/

Fridays for Future: unser Redebeitrag

Zwischen 35.000 und 40.000 Menschen waren es in Hannover!

Hier unser Redebeitrag:

Liebe Freunde und Freundinnen, heute will die Regierung ihr Klimaschutzpaket vorlegen. Wir wissen schon jetzt, dass es bei weitem nicht reichen wird, um die Klimaziele von Paris zu erreichen.

Deshalb fordern wir von der Politik, mit allen Aktivist/Innen von Fridays for Future:

Beschließt endlich tiefgreifende und schnell wirkende Maßnahmen. Wir haben nicht mehr viel Zeit. Ihr habt versprochen die Erderwärmung bis 2030 auf max. 1,5° zu halten um eine katastrophale Veränderung des Klimas zu stoppen. Das habt ihr zwar nicht der NATO versprochen, aber den Völkern der Erde. Da nehmen wir euch beim Wort.

Wir fordern Gesetze und eine gerechte Besteuerung jener Konzerne, die die größten Gewinne machen und dabei den gößten CO²-Ausstoß verursachen! Damit die Haupptlast nicht wieder der arbeitenden Bevölkerung aufgebürdet wird.

Trotz Jahrelanger Haushaltsüberschüsse, denn wir sind ja ein reiches Land, wurde unser Land kaputtgespart, das Schienennetz zugunsten des Autoverkehrs abgebaut u.v.m. Auch der Klimaschutz wird nicht gelingen, wenn Länder und Kommunen mit ihren Investitionen an den Grenzen der ‘schwarzen Null’ scheitern. Das unsinnige Spardiktat muss fallen. Wir haben nicht mehr die Zeit langfristige Prozesse abzuwarten. Den Menschen in der Lausitz und in NRW muss JETZT eine gute Perspektive gegeben werden, wenn in ein paar Jahren der Braunkohle-Abbau beendet wird. Es müssen JETZT die die alternativen Energieträger massiv gefördert werden!

Aber es wird nicht überall gespart: Neueste Panzer und Mehrzweckkampfschiffe sind im Bau, ein Ersatz für den Atombombenflieger Tornado ist geplant. Und in Militärmissionen an den Grenzen zu Russland und überall auf der Welt werden Mrd Steuergelder buchstäblich verpulvert und verbrannt. Sie schaffen nirgendwo Frieden oder Sicherheit für die Menschen! im Gegenteil, sie verlängern durch unsere Präsenz die Konflikte. Und sie sind ein Fass ohne Boden. Irgendwann wird dann zum Rückzug geblasen, aber bis dahin wurden kostbare Ressourcen verschwendet mit einer negativen CO²-Bilanz. Nur 1 Flugstunde des Eurofighters erzeugt etwa soviel CO² wie ein Normalverbraucher das ganze Jahr!

Liebe Freundinnen und Freunde! Die Stärkung und der Export von Rüstungsindustrie lässt sich mit Umwelt- und Klimaschutz nicht vereinbaren!Rheinmetall’ in Nds. ist einer der ganz großen Produzenten. Sie betreiben ihr Geschäft mit Tod und Umweltzerstörung weltweit und die Politik unterstützt das – in unserem Namen! Das dürfen wir nicht länger dulden!

Wir vom Friedensbüro, als Teil der internationalen Friedensbewegung, kämpfen seit Jahren gegen diese Politik, bisher erfolglos.

Aber eins haben uns die jungen Leute von Fridays for Future klargemacht: Kriege sind auch der größte Klimakiller.

Und wir haben gelernt: für den Klimaschutz werden Herz und Hände aller Menschen gebraucht. Deshalb sind wir heute mit Millionen Aktiver weltweit, jung und alt, gemeinsam auf der Straße.

Ab sofort muss gelten:

  • Nicht Wohlstand und Profit für wenige, sondern die Verhinderung einer Klimakatastrophe muss oberstes Gebot sein!
  • Keine Steigerung der Militärausgaben im Bundeshaushalt! Ein Ende der Aufrüstung auch in Europa, zugunsten nachhaltiger Klimaschutzprogramme. Da tragen wir alle Verantwortung.
  • Und: Unsere Wirtschaftsweise, die auf Ressoucenverschwendung und Profit ausgerichtet ist, muss sich radikal ändern. Wir müssen das Leben, das die Erde uns heute noch ermöglicht, viel mehr wertschätzen; denn es bleibt uns nicht selbstverständlich erhalten.

Alle fürs Klima! für eine lebenswerte Zukunft auch künftiger Generationen! Für den Schutz der Natur!

#FridaysForFuture: 20. Sept. 2019 Großer Sternmarsch in Hannover. Gemeinsam kämpfen und die Klimakrise stoppen!

12.30 Küchengarten Hier trifft sich das Friedensbüro.
Am 20. September ist der 3. globale Klimastreik. Diesmal sind ALLE aufgerufen, zu streiken: Schüler*innen, Studierende, Angestellte, Azubis, Selbstständige, Unternehmer*innen, Künstler*innen, Eltern, Großeltern, Wissenschaftler*innen, Lehrer*innen, Landwirte… Kommt alle vorbei, setzt mit uns ein unübersehbares Zeichen für Klimaschutz.

Das Motto von #FridaysForFuture Hannover: “Wenn wir alle gemeinsam kämpfen, werden wir etwas verändern und die Klimakrise stoppen!”Am 20. September will die Bundesregierung ein Klimaschutzpaket beschließen. Gleichzeitig ruft #FridaysForFuture für diesen Tag zum nächsten globalen “Klimastreik” auf: Weltweit werden Menschen auf die Straße gehen, um gegen die anhaltende Klimazerstörung zu demonstrieren. In Hannover gibt es zu diesem Anlass statt nur einer Freitagsdemo gleich fünf. Sie beginnen an verschiedenen Startpunkten und laufen dann als “Sternmarsch” aufeinander zu. Teilnehmen sollen nicht nur Schüler, sondern auch Erwachsene. Schließt euch uns an, für eure eigene Zukunft und die eurer Kinder und zukünftiger Generationen! Es ist so wichtig, dass wir immer mehr werden.”

Als Friedensbüro wollen wir daran erinnern: Krieg ist der größte Klima-Killer, auch Rüstung schadet durch Ressourcenverbrauch – und sie verschwendet die Mittel, die wir dringend zur Gestaltung einer Klimawende brauchen.

Rheinmetall entwaffnen! Camp, Blockade und Demo mit viel Schwung und Entschiedenheit

Ca. 450 Kriegsgegner*innen demonstrierten am 7. 9. in Unterlüß gegen den Rüstungskonzern Rheinmetall – Waffenproduktion und Waffenexporte. Auch aus Hannover kamen Aktive aus verschiedenen politischen Bereichen zusammen, um gemeinsam nach Unterlüß zu fahren. Mit vielen Fahnen, Transparenten, einem Sarg für die Waffenindustrie und immer wieder lautstark gerufenen Parolen ging es los. . Sprechchöre wie “Rheinmetall entwaffnen – Krieg beginnt hier” waren lautstark zu hören.

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Ebenso wie ‚Grenzen zu für Waffen – Grenzen auf für Geflüchtete!‘ ” Unterwegs wurde vielfach versucht, Menschen am Rande der Demo anzusprechen, Flugblätter wurden in Briefkästen gesteckt. Die Reden unterwegs waren dann doch vielleicht etwas zu konfrontativ – es ist schwer, gegenüber Produzierenden von Waffen den richtigen Ton zu finden.

Vor den Gebäuden von Rheinmetall, das in Unterlüß mehrere Werke betreibt, sagte ein Sprecher des Bündnisses “Rheinmetall entwaffnen‘: “Hier an diesem Ort, wo Waffen produziert werden, ist der Beginn der Kriege weltweit”. Etwa 100 Initiativen aus der Friedensbewegung, aber auch feministische und kurdische Gruppen sowie der Flüchtlingsrat Niedersachsen hatten zu der Demonstration aufgerufen. “Flucht und Krieg hängen unmittelbar zusammen”, so der Sprecher.
Ein weiteres Highlight bei der Abschlusskundgebung war die eindringliche und wunderbare Solidaritäts-Adresse an uns von Esther Bejarano – Mitglied des Mädchenorchesters in Auschwitz, die alle sehr beeindruckt hat. Sie wies auf Zwangsarbeiter/innen hin, die bei Rheinmetall geschuftet haben und gestorben sind. “Ihr seid unsere Hoffnung…” sagte sie, denn (sinngemäß) wenn in Deutschland die Kriegstreiber, wozu sie auch die Waffenindustrie zählte, wieder die Oberhand bekämen, dann wären die Millionen Opfer umsonst gestorben. Sie dankte uns und ermutigte uns weiter zumachen in unserem Protest.


Wenn die Polizei mitteilt:„Bis zum Nachmittag blieb die Lage “relativ friedlich”, frage ich mich, wo die Lage ‚nicht ganz so friedlich‘ war. Und wenn auf dem Rückweg zum Bahnhof nach der Demo uns ein Mann anbrüllte, wir sollten endlich mal mit dem Terror und unserem diktatorischen Vorgehen aufhören, dann .frage ich mich doch, was denn unsere kreative Demo an ‚Terror‘ beinhaltet  hat – im Vergleich zu den Waffen von Rheinmetall, die den Menschen in vielen Ländern Terror, Tod und Leid in ihr Leben bringen.

Schon in der Woche zuvor hatten viele Aktive die Gelegenheit genutzt, sich im Camp vielfältig zu informieren und auszutauschen. Interessant dabei: Der ökumenische Arbeitskreis Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung hatte seinen Pilgerweg für den Frieden so gestaltet, dass er an diesen Tagen zum Camp dazustieß und an den Aktionen teilnahm.
06.09.2019 15:30 Uhr  – Aktivisten blockieren seit Montag die Zufahrt zum Werk des Waffenherstellers. Die Kriegsgegner*innen sind bereits seit einigen Tagen vor Ort. Am Donnerstag und Freitag hatten hunderte Aktivist*innen die Zufahrt zum Werksgelände von Rheinmetall blockiert. Ziel sei es gewesen, die Rüstungsproduktion lahmzulegen. Die Polizei ermöglichte den Mitarbeitern der Firma eigenen Angaben zufolge den Zugang zum Werk. In einem Fall sei eine besetzte Schiene geräumt worden. Bei dem Einsatz wurde nach Angaben von “Rheinmetall entwaffnen” ein Demonstrant schwer verletzt. Rheinmetall kommentierte das Protestcamp mit den Worten, das Unternehmen agiere im rechtlichen Rahmen. (Grundlage – Bericht von NDR 1)

Antikriegstag 1. September: GEMEINSAM FÜR VÖLKERVERSTÄNDIGUNG UND EINE GERECHTE WELT – GEGEN RASSISMUS UND KRIEG

Friedensbüro und DFG-VK laden zusammen mit Gruppen, die aktiv sind zu den Themen “Krieg – Flucht – Umwelt – Gerechtigkeit in der Welt” ein, sich am Sonntag 1. Sept. um 14.00 – nach der Gedenkveranstaltung im Rathaus – sich neben dem Rathaus zu informieren und gegenseitig kennenzulernen.
Es wird Informationsstände, Lesungen, Sketche und natürlich etwas Musik geben.

Gedenkveranstaltungen von DGB und Stadt:
11.15 Stille Kranzniederlegung in der Aegidienkirche
11.30 Gedenkveranstaltung der IGMetall am Maschsee-Mahnmal
12.30 Gedenkstunde zum Antikriegstag im Rathaus
Es spricht Frank Bsirske.

“GEMEINSAM FÜR VÖLKERVERSTÄNDIGUNG UND EINE GERECHTE WELT – GEGEN RASSISMUS UND KRIEG”.

In diesem Jahr jährt sich am 1. September der Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen und damit der Beginn des Zweiten Weltkrieges zum 80. Mal. Ein Anlass zum Gedenken – aber auch zum Blick auf unser heutiges Leben und die Konflikte der Welt.

So oft wird gesagt: „Wir leben seit über 70 Jahren im Frieden“. Leben wir in Deutschland aber „im Frieden“, wenn unser Land sich an Kriegen in anderen Erdteilen beteiligt? Bei einigen Kriegen sind wir nicht mit der Bundeswehr beteiligt, aber wir liefern die Waffen dazu – auch das ist Beteiligung.

Viele – gerade junge – Menschen sind aktiv geworden gegen die auf uns zu kommende Klimakatastrophe. Auch durch die Rücksichtslosigkeit unseres Wirtschaftens wird Leben zerstört – schon heute, zumindest aber in Zukunft! Und das hängt eng mit dem Friedensthema zusammen. Die Rüstung verbraucht auch ohne Krieg wichtige Ressourcen an Rohstoffen, Technik und menschlicher Intelligenz. Alles das brauchen wir zur Gestaltung eines menschlichen Lebens für alle Menschen hier und überall in der Welt und wollen es nicht verschwenden.

Unsere Art zu leben und zu wirtschaften zerstört die Lebensbedingungen in anderen Ländern, z.B. in Afrika. Dadurch machen sich Menschen in großer Zahl auf den Weg nach Europa. Die Reaktion: anstatt das eigene Handeln zu überprüfen, schottet Europa sich ab – nicht nur durch die grausame Sperrung der Häfen im Mittelmeer, sondern auch durch Verträge mit Diktatoren zur Sperrung der Wege durch die Sahara – in der Wüste verdursten ist nicht besser als im Meer zu ertrinken!

In Hannover leben viele Menschen, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind – ob einfach durch Arbeitssuche, Studium oder wegen politischer Verfolgung. Sie machen oft die Erfahrung, dass sie nicht als zugehörig angesehen werden, dass sie direkt Diskriminierung erleben. Auch das empfinden wir als Störung unseres Zusammenlebens.

Rheinmetall entwaffnen

Samstag 7.9. ab 13.00 Demonstration in Unterlüss
Treff zur gemeinsamen Anreise ab Hannover: 11.20 Hbf unterm Schwanz

Vom 1.- 9. September Aktionstage der Aktion Rheinmetallentwaffnen in Unterlüss.
Weitere Infos unter https://rheinmetallentwaffnen.noblogs.org und
http://www.war-starts-here.camp/kontakt/

Vom 30.8. – 8.9. Pilgerweg „FRIEDEN beWEGt“ der Ev. Kirche
Infos unter https://www.kirchliche-dienste.de/termine-datenbank/einzelansicht?id=199608

Diese beiden sehr unterschiedlichen Aktionen werden sich gegenseitig berühren und unterstützen

Büchel ist überall – atomwaffenfrei jetzt!

Büchel – ein kleiner Ort in der Eifel. Hier sind weiterhin 20 Atombomben der USA stationiert. Allerdings im Rahmen der “atomaren Teilhabe” auf einem Bundeswehrstützpunkt, denn die Bomben sollen von Bundeswehrfliegern zu ihrem Ziel gebracht werden. Makabre Vorstellung.
Es gibt auch Neues: Diese alten Bomben sollen “modernisiert” werden, denn man kann sie nur ungezielt fallen lassen. SIe sollen ersetzt werden durch den neuen Typ B61-12. Diese sind kleiner, haben eine geringere Sprengwirkung und man kann sie nach dem Abwurf steuern. Klingt das positv? Nein, denn solche Waffen sind einsetzbar – man könnte damit z.B. gezielt eine bestimmte Stadt zerstören. Das heißt: Sie bedeuten eine Abkehr von der Nuklearen Abschreckung!
Seit Jahren gibt es deshalb die Aktionspräsenz in Büchel, die den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland fordert.
Weitere Informationen http://www.atomwaffenfrei.de
Aus Hannover fährt am Wochenende 6.-8.7. eine Gruppe, eingeladen von der LINKEN, nach Büchel, um dort an den Aktionen von ICAN und IPPNW teilzunehmen.

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