Frieden für Syrien – Kundgebung Di 17.4.18 um 17.00 Kröpcke

Angesichts des völkerrechtswidrigen Angriffs auf Syrien haben wir bei der heutigen Spontanmahnwache verabredet, dass wir für Dienstag, den 17.4.18 um 17.00 zu einer Kundgebung am Kröpcke einladen.

Ich denke, ihr habt alle in den letzten Tagen versucht, einen Überblick über die Ereignisse zu bekommen.
Drei Dinge sind auf jeden Fall zu kritisieren, egal, wie man sonst in dem Konflikt steht:
1.) Angriff einen Tag, bevor die OPCW ihre Untersuchungen anfing,
2.) Angriff auf Chemieanlagen – gerade wenn dort tatsächlich chemische Waffen gelagert sind, aber auch wenn es sich um einen zivilen Chemiestandort handelt – gefährdet man so die Bevölkerung vor Ort,
3.) es wurde – sogar mit Stolz – berichtet, dass man einen Angriff “neben der UN” durchgeführt hätte – genau das ist aber die Definition eines “Völkerrechtswidrigen Angriffs”.

Wir hoffen, viele von euch dort zu treffen.

Aktion gegen Bundeswehr bei der Didakta

Zusammen mit der GEW haben wir am 22.2. auf der ‚Didakta‘ eine kleine Aktion gemacht: Kein Werben fürs Töten und Sterben!
Wir waren nicht Viele, aber es war gut, dass wir da waren. Schließlich hat das Militär auf einer Bildungsmesse, zu der nicht zuletzt Lehrer_innen mit ihren Schüler_innen hingehen, nichts zu suchen.

Dabei überraschten uns die Leute am Stand der Bundeswehr: Charmeoffensive! Möchten Sie ein Glas Wasser? Schauen Sie, Sie können hier demonstrieren, weil wir für Ihre Sicherheit sorgen! Keine Meldung bei der Hallenaufsicht. Das erledigten dann Leute von Nachbarständen für die Bundeswehr. Und die Standaufsicht und der Sicherheitsdienst waren dann entschlossener und schickten uns aus der Halle.

Merke: die Bundewehr hat gelernt! Bloß kein Aufsehen machen um diese ‚nicht zu ernst nehmenden Friedensbewegten‘. Eskalation schadet unserer Sache. Wir machen freundlich, aber in der Sache unnachgiebig mit unserem ‚Werben fürs Töten und Sterben‘ weiter.

Und das gilt – mit umgekehrter Intention – auch für uns: Wir machen entschlossen mit unserer Arbeit gegen Kriege, Aufrüstung und das Werben dafür weiter. Aber vielleicht sollten wir uns überlegen, wie wir mit auffallenden Aktionen mehr Aufmerksamkeit bekommen. Denn ein charmantes Werben für mehr Menschen in der Bundeswehr macht das Militär nicht besser!

Ostermarsch 2018 am 31.3.2018

10:30 Kröpcke: Start
11:00 Aegidienkirche: Auftaktkundgebung
anschließend Demonstration
12:00 Steintor: Kundgebung und Infomarkt – Musik, Informationen, Sketche

Es rufen auf: Friedensbüro Hannover, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegs-dienstgegnerInnen (DFG-VK) Hannover, Hiroshima-Bündnis, ver.di Ortsverein Hannover, attac Hannover, Arbeitskreis “Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung der ev. Kirchen in Niedersachsen“, Stadtjugendring Hannover, IPPNW Studi-Gruppe Hannover, NAV-DEM Hannover, Ronahi kurd. Frauenrat, DIDF Hannover, Palästina-Initiative, VVN/BdA Hannover, Die Linke.Region Hannover, Die Linke.SDS, solid, DKP Kreisvereinigung Hannover, SDAJ Hannover, Initiative „Kein Militär mehr“, Friedenskreis St. Jakobi
Plakat OMA18
OMA18-Flyer-pdf

Aktion für Atomwaffen-Verbotsvertrag


Unsere Aktion hat uns viel Spaß gemacht – trotz scharfem Wind.
Es gab viel Interesse an unserem Flugblatt und eine Menge Unterschriften.

Aktionstag 18. November 2017 – Für eine atomwaffenfreie Welt!
Die Blätter wurden von stürmischen Böen getrieben – von den Bäumen und von unserem Infotisch. Es war kalt, denn der Novemberwind kroch allmählich durch unsere Kleidung – Passant_innen kämpften sich durch das Wetter. Nicht so viele, wie wir gehofft hatten, blieben bei uns stehen.
Dennoch: es gab Interesse und eine unserer aktiven Verteilerinnen sagte: „Ich bin ganz beeindruckt, wie viele Flugblätter ich hier verteilen kann. Wenn es um Rentenfragen geht, ist das immer sehr viel schwieriger!“ Ja, obwohl es natürlich immer auch viele Menschen gibt, die auch nicht einen Schritt verweilen wollen, und bestenfalls ein freundliches oder durchaus auch mürrisches ‚Danke – Nein!‘ von sich geben oder gar nicht reagieren: Wir haben einige Aufmerksamkeit bekommen.
Es ging um Atomwaffen! Es ging darum, die Welt noch so vielen Jahrzehnten der Atombombenab-würfe auf Hiroshima und Nagasaki endlich atomwaffenfrei zu bekommen!
Mit einer kleinen szenischen Darstellung, mit Transparenten, einem Info-Stand und Infotafeln haben wir versucht, die Aufmerksamkeit der im trüben Novemberwetter dahin hastenden Menschen zu bekommen. Ein Sprechchor skandierte: „Bomben stehn vor unsrer Tür, die solln zu unserem Schutz da sein. Auf solchen ‚Schutz‘ verzichten wir. Die Hölle kann nicht schlimmer sein.“ Und „Europa hatte zweimal Krieg, der dritte wird der letzte sein! Gebt nur nicht auf, gebt nicht klein bei, wer Frieden will sagt NEIN!
Und dafür hatten wir sogar zwei gute Nachrichten, auch wenn wir von unserem Ziel einer Welt ohne Atomwaffen noch weit entfernt sind. Aber viele kleine und große Schritte führen uns ans Ziel!
Auf unserem Flugblatt stand: Ein guter Tag für alle Atomwaffengegnerinnen und –gegner!
1. Der diesjährige Friedens Nobelpreis geht an die Internationale Kampagne zur Abschaffung nuklearer Waf-fen: ICAN (International Campaign to Abolish Nuclear weapons – globales Bündnis von über 450 Organisationen in 100 Ländern) Sie bekommt am 10. Dez. in Oslo den Friedensnobelpreis verliehen. ICAN hat in bahnbrechender Weise auf die schrecklichen Folgen eines Krieges mit Atomwaffen hingewiesen und mit der Unterstützung vieler Staaten den sogen. ‘Ban-Treaty’ , den ‘Atomwaffen Verbotsvertrag’ initiiert. Das ist ein
großartiger Erfolg, auch für die internationale Friedensbewegung.
2. Im Juli 2017 haben 122 Staaten dem Text eines Atomwaffen-Verbotsvertrags zugestimmt, in dem u.a. Besitz, Herstellung und Einsatz von nuklearen Waffen verboten werden.
Allerdings haben die Atomwaffen besitzenden Staaten an den Verhandlungen zu dem Vertrag nicht teilgenommen und später dagegen gestimmt. Die USA haben ihre Bündnispartner sogar in einem Brief vor einer Unterstützung dieses Projekts gewarnt.
Auch Deutschland ist bei den Nein-Sagern! Denn Deutschland hat den Status der ‘nuklearen Teilhabe’, ganz entgegen dem Auftrag des Grundgesetzes. In Büchel in der Eifel sind 20 US Atombomben stationiert . Im Ernstfall werden sie von deutschen Tornado-Piloten ins Ziel geflogen. Über 90% der Deutschen lehnen dies lt. einer von IPPNW beauftragten Forsa-Umfrage 2016 ab.
Deshalb war unser Motto an dem kalten Novembersamstag mit ein wenig Hoffnung im Herzen:
It’s time to go!!
Abrüsten statt Aufrüsten!
Kooperation statt Konfrontation!
Atomwaffen ächten!

Die 2010 durch den Bundestag beschlossenen Verhandlungen über einen Abzug der Atombomben aus Deutschland muss endlich umgesetzt werden. Eine Ächtung der Atomwaffen gehört ins Grundgesetz! Die künftige Bundesregierung muss den Atomwaffenverbotsantrag unbedingt unterzeichnen.

Wir machen weiter! Und wir brauchen dringend Unterstützung!
Und für unseren Kampf auf der Straße und allüberall!

Aktionstag für eine atomwaffenfreie Welt

Samstag, 18.11.2017 – 11 – 14 Uhr wahrscheinlich Kröpcke oder Bahnhofsvorplatz
ICAN hat den Friedensnobelpreis bekommen für seinen Kampf für das Verbot der Atomwaffen weltweit. Das wollen wir feiern – und zugleich aufmerksam machen, dass Deutschland sich nicht an den Verhandlungen zu einem Atomwaffenverbotsvertrag beteiligt hat und sich jetzt auch weiterhin weigert, diesen zu unterschreiben. Deshalb muss es Druck auf die Parteien geben, die gerade an einer Regierungskoalition basteln: Der Atomwaffenverbotsvertrag, der von 122 Staaten angenommen wurde, muss auch von Deutschland unterschrieben werden. Dafür werben wir mit Informationen und einem Sketch, dafür sammeln wir Unterschriften.
Auch hier kann man unterschreiben!
Weitere Informationen unter www.atomwaffenfrei.de

Rheinmetall verkündet das Aus für die geplante Panzerfabrik in der Türkei.[1]

Der Protest hat gewirkt, die Campact-Kampagne schaffte es in alle Medien – auch deshalb gibt der Rüstungskonzern jetzt auf. Camptact berichtet: “Hunderttausende unterzeichneten unseren Appell gegen den Panzer-Deal: Für die neue Bundesregierung ist das Geschäft mit der Türkei so zum heiklen Thema geworden. Keiner will sich daran verbrennen. Rheinmetall musste sich eingestehen: Eine Erlaubnis zum Export der Panzer-Baupläne in die Türkei wird es nicht geben.

Die hartnäckige Arbeit der Rüstungslobby war umsonst. Obwohl die ehemaligen Minister Franz Josef Jung (CDU) und Dirk Niebel (FDP) mit Posten bei Rheinmetall geködert wurden, platzte der Deal. Das ist dem Widerstand von über 280.000 Campact-Aktiven zu verdanken – und auch den weiterhin schlechten Beziehungen zwischen Berlin und Ankara. Präsident Recep Erdogan ist kaum berechenbar: Die Rheinmetall-Panzer könnte er gegen Protestierende im eigenen Land einsetzen – und auch in Krisengebiete exportieren. Vielen Dank, dass Sie uns mit Ihrer Förderung stärken – und wir so gemeinsam diesen Deal verhindern konnten!

Die 60.000 Campact-Förder/innen ermöglichen es, dass Campact immer in der Lage ist, schnell zu recherchieren – und zu handeln. So konnten wir die Chance nutzen, sobald die ersten Berichte über den geplanten Panzer-Deal erschienen. In Zukunft wird es uns Bürger/innen noch dringender brauchen. Wenn Rheinmetall eine neue Schweinerei ausheckt zum Beispiel – die Rüstungslobby ist reich und ausdauernd. Jede einzelne Förderung macht Campact stärker. Deshalb ist es so gut, Sie an unserer Seite zu wissen. Mit Ihnen zusammen sind wir stark genug für weitere Siege gegen scheinbar übermächtige Konzerne.

Für mich persönlich war die Panzer-Kampagne eine Herzensangelegenheit. Als ich erfuhr, dass Rheinmetall eine Fabrik in der Türkei plant, war ich einfach nur wütend. Ausgerechnet für Präsident Recep Erdogan wollte der Konzern Panzer bauen. Erdogan, der in seinem Land Richter/innen und Lehrer/innen entlässt und durch Gefolgsleute ersetzt. Erdogan, der die freie Presse unterdrückt, Journalist/innen verhaften lässt und sogar in Deutschland Menschen bespitzelt und drangsaliert. Ich war mir sicher: Dieser Präsident hätte nicht gezögert, die Rheinmetall-Panzer auf das eigene Volk schießen zu lassen.

Panzer rollen auf unbewaffnete Menschen zu: Wie bedrohlich, wie furchtbar das in der Realität aussieht, kann man sich kaum vorstellen. Deswegen haben wir es gezeigt. Mit einem echten Panzer fuhren wir bei der Rheinmetall-Hauptversammlung vor. Wir haben Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und Kanzleramts-Minister Peter Altmaier (CDU) auf dem Evangelischen Kirchentag an ihre Verantwortung erinnert. Das war beiden höchst unangenehm. Dennoch sah es eine Zeit lang so aus als würde Rheinmetall den Protest aussitzen.

Armin Papperger, der Chef des Rüstungskonzerns, wartete die Wahl ab und musste danach erkennen: Auch in einer Jamaika-Bundesregierung ist die Panzerfabrik nicht durchsetzbar. Ihm muss klar sein, dass unser Protest anhält, wenn er es mit der Exportgenehmigung für die Panzer-Baupläne jetzt weiter versucht. Und die Grünen achten auf Proteste.

Es spricht sich in der Rüstungsindustrie herum: Unsere Förder/innen versetzen uns in die Lage, aus dem Stand jederzeit mächtige Kampagnen zu starten. Das gibt mir Hoffnung. Darum noch einmal herzlichen Dank und Glückwunsch zu diesem unserem gemeinsamen Erfolg!

Herzliche Grüße
Maritta Strasser, Teamleiterin Kampagnen”

[1] „Keine Panzer nach Ankara“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Oktober 2017

Das Friedensbüro nahm u.a. an der Blockade des Rheinmetall-Werkes in Unterlüss teil.

Ostermarsch 2018 – Planung mit Jungen

Mittwoch, den 8.11. 19 h Café Bar Celona (gegenüber vom Pavillon)

Hallo, liebe Leute aus den verschiedenen Bereichen der Jugendarbeit – oder politisch aktiv als junge Erwachsene!

Für das Friedensbüro Hannover und die DFG-VK Hannover steht die Planung des Ostermarsches 2018 vor der Tür. Beim letzten Ostermarsch im März dieses Jahres waren deutlich mehr junge Menschen unter den Teilnehmenden – dennoch fremdeln Viele nach wie vor mit der Ostermarschidee. Wir können dies verstehen; für Viele kommt der ‚Ostermarsch‘ eher ‚altbacken‘ und auf Grund seines Namens vielleicht auch eher ‚militaristisch‘ daher. Es gab im Anschluss an den letzten Ostermarsch auch Kritik: das Konzept, die Musik etc. seien doch zu wenig auf junge Menschen abgestimmt gewesen.

Wir freuen uns über jede Kritik, halten den Ostermarsch – zumal in dieser weltweit unfriedlichen Zeit mit Bundeswehreinsätzen, dem Werben der Bundeswehr in Schulen und auf Messen und in der Öffentlichkeit und ungedrosselten Rüstungsexporten (etc. etc.) aber für sehr wichtig. Auch, wenn er in seinen Anfängen bereits aus den 1950er Jahren stammt: Wir glauben, dass die Tradition des Ostermarsches Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und aus unterschiedlichen Milieus zusammenbringen kann.

Der nächste Ostermarsch wird am Samstag, dem 31.3.18 stattfinden. Wir haben letzte Woche mit den Vorbereitungen begonnen und wir würden gerne interessierte junge Menschen und Jugendgruppen einladen, das Motto mit festzulegen und am 31.3. dabei zu sein, sei es als Jugendblock oder mit einer eigenen Aktion oder vielen eigenen Aktivitäten vor Ort oder irgendwo im Stadtbereich. Für die, die wenig vom Ostermarsch und seiner Geschichte wissen, geben wir auch gern Informationen weiter.

Wir haben in den letzten Jahren versucht, das Thema ‚Krieg beginnt hier‘ (z. B. Truppenübunsplatz Lüneburger Heide; Fliegerhorst Wunstorf; Rüstungsstandort Rheinmetall in Unterlüss) ebenso mit aufzunehmen wie das Thema Globalisierung – verbunden mit der Flucht von Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen in ihrer Heimat keine Bleibe mehr haben. Im letzten Jahr hatten wir das Motto: “Kriege stoppen – Fluchtursachen beseitigen” und in diesem Jahr “Es-geht-auch-anders-investieren-in Frieden-und-Gerechtigkeit-nicht in Waffen-und-Kriege”.

Als erstes Treffen für “Junge Erwachsene” – über das allgemeine Bündnis hinaus – haben wir Mi, den 8.11. 19 h vorgesehen; Café Bar Celona, gegenüber vom Pavillon. Wir würden dann gern mit euch über eure Ideen und Vorstellungen sprechen – und vielleicht können wir einen autonom/gemeinsamen antimilitaristischen Ostermarsch planen.
Wenn Euch der Termin nicht passt, meldet Euch bitte trotzdem. Zu der Verleihung des Friedensnobelpreises an ICAN www.icanw.de, einer Organisation i. W. junger Menschen, die kontinuierlich und intensiv für ein Atomwaffenverbot arbeiten, wollen wir eine öffentliche Aktion am Sa, dem 18.11. machen (Thema vielleicht: ‚Auch du kannst Nobelpreisträger_in werden‘, zu der wir noch Informationen und Einladungen verschicken. Auch dort können wir am Rande über Alles reden.

Über eine Rückmeldung (auch einen Zwischenstand) würden wir uns sehr freuen.

Herzlich und solidarisch
Für das Friedensbüro Hannover und die DFG-VK Hannover
Brunhild Müller-Reiß
www.frieden-hannover.de
Tel.446482

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