Im Westen geht die Sonne unter

Der gegenwärtige Krieg in der Ukraine offenbart den Niedergang Russlands als politische und militärische Weltmacht. Doch er ist auch ein Rückzugsgefecht des über Jahrhunderte hegemonialen Westens, wo in der neoliberalen Epoche wesentliche soziale, politische und ökonomische Regulationsmechanismen außer Funktion gesetzt wurden. Im Kontext dieser sozialen und ökonomischen Situation markiert der Krieg tatsächlich eine Zeitenwende, mit der die betroffenen Länder wesentliche Paradigmen des Neoliberalismus über Bord werfen und zunehmend auf einen Krisenmodus mit nur noch vordergründiger demokratischer Beteiligung umstellen.
Aus dieser Perspektive hat eine Diskussionsgruppe den folgenden Text entwickelt. Er setzt sich weniger mit dem akuten Kriegsgeschehen und auch nicht mit der Eskalation im Nahen Osten auseinander, sondern thematisiert die fortschreitende Krise des globalen Westens.
Der Beitrag kann hier heruntergeladen werden. Wer Kontakt mit der Autorengruppe wünscht, wende sich an frank.mannheim@gmx.de.

Die UNO – welchen Stellenwert hat sie heute, welchen könnte sie haben?

Am Dienstag 26.9. um 19.00, diesmal im Freizeitheim Linden (Windheimstr. 4, HSt Ungerstrasse) berichtete Heidemarie Dann vom Friedensbüro Hannover über die Entstehungsgeschichte der UNO, deren Bedeutung für das Zusammenwirken der Staaten rückblickend und in den derzeitigen weltweiten Krisen. Den Text ihres Vortrags findet man hier.

Dieser Tag ist der letzte Tag der Aktionswoche „Jetzt erst recht“ vom 21. – 26. September
von ICAN-Deutschland und ihrer Mitgliedsorganisationen.
Die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt.“ wird mit einer Anzeige im
‚der Freitag’ am 21.9. auf die dringende Notwendigkeit der Abschaffung aller Atomwaffen aufmerksam machen. Text der Anzeige:
„Entweder schaffen wir die Atombomben ab oder die Bomben schaffen uns ab.
Beenden wir jetzt die existenzielle Gefahr eines Atomkrieges!
Wir fordern die Abgeordneten des Bundestages auf, sich für den Beitritt Deutschlands zum
UN-Atomwaffenverbotsvertrag einzusetzen.“
Das Datum verknüpft den UN-Tag zur Abschaffung der Atomwaffen mit dem 60.
Jahrestag des Beitritts Deutschlands zu dieser weltweiten Organisation.

Grüße aus dem Heißen Hiroshima

Vor 78 Jahren wurde diese Stadt durch eine Atombombe dem Erdboden gleich gemacht. Mit diesem Ereignis begann die Möglichkeit, dass sich die Menschen selbst auslöschen kann.
Wir müssen mit dem Wissen leben, dass es gegen diese Waffe keinen Schutz geben kann! Jeder Mensch muss mit der Vorstellung, dass die Vernichtung der gesamten Menschheit denkbar, gewollt ist und sogar aus Versehen eine reale Bedrohung darstellt. Die einzige geringe Chance besteht darin, dass der politische Wille umgesetzt und der Atomwaffenverbotsvertrag von allen Staaten unterzeichnet und ratifiziert wird. Das muss unser Ziel sein!
Dafür müssen wir uns einsetzen .
(Heidemarie ist mit der offiziellen Delegation der Stadt Hannover anläßlich des 40 Jahrestags der Städtepartnerschaft in Hiroshima)

Auf zur Friedensdemo nach Munster 13. Mai

in die Herzkammer des deutschen Militarismus!

Ein norddeutsches Bündnis der Friedensbewegung rief auf:
Kommt am Samstag 13. Mai 2023 nach Munster
Die Redebeiträge kann man bei Radio Flora nachhören:
https://radioflora.de/samstag-13-mai-munster-demo-im-herz-des-deutschen-militarismus/ Dort gibt es auch einige Fotos.
Inzwischen ist auch ein Film verfügbar: https://youtu.be/YK7FGAU6OsU
Hier findet man den Flyer des Bündnisses.

Deutschland rüstet auf! Und das nicht zu knapp – 100 Mrd. € Schulden sind erstmal dafür vorgesehen. Deutschland mischt sich wieder militärisch ein! Große militärische Einrichtungen liegen versteckt in Wäldern fern der großen Städte.

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Ostermarsch 2022: Kriege töten. Rüstung zerstört und macht arm. Nur Verhandeln bringt Frieden.

Ostersamstag, 16. April 2022
Die Beiträge des diesjährigen Ostermarsches sind bei Radio Flora nachzuhören:

Der Angriff der russischen Armee auf die Ukraine ist nicht zu entschuldigen. Wir verurteilen ihn energisch – genau wie alle anderen Kriege z.B. im Jemen.
Die Empörung über den Angriff auf ukrainische Städte, auf Zivilisten ist groß und berechtigt. Es gab in Hannover mehrere große Kundgebungen und Demonstrationen gegen diesen Krieg.

Als Friedensbewegung fühlen wir uns in unserem Mahnen seit den 60ger Jahren bestätigt. Krieg ist keine Lösung für irgendwelche Probleme.

  • Krieg tötet Menschen und traumatisiert Generationen, zugleich wird die Umwelt massiv geschädigt. Der Ukraine-Krieg zeigt das erneut. Auch werden durch jede Kriegsvorbereitung, die Produktion und den Export von Rüstungsgütern menschliche und natürliche Ressourcen verschwendet und die Klimakrise verstärkt.
  • Die Milliarden, die jetzt zur Aufrüstung bereitgestellt werden sollen, fehlen u.a. für das Gesundheitswesen, eine soziale Absicherung, für den Bildungsbereich und für die Umstellung auf ein weniger klimaschädliches Wirtschaften. Ebenso dringend werden Gelder zur Versorgung von Geflüchteten und von hungernden Menschen in kriegszerstörten Ländern benötigt. Einzig Deutschlands Waffenfirmen wie z.B. Rheinmetall werden vom Krieg profitieren.
  • Atomare Bewaffnung dient nicht dem Frieden, sondern bringt uns eher an den Rand eines Atomkrieges. Deshalb fordern wir die Unterzeichnung und Umsetzung des Atomwaffen-Verbotsvertrags, der am 21. Januar 2021 Gültigkeit erlangt hat. Wir lehnen die Nukleare Teilhabe Deutschlands ab. Mitteleuropa wird durch eine weitere Stationierung von Atombomben in der Eifel zum potentiellen Ziel eines atomaren Angriffs. Deshalb brauchen wir auch keine neuen Atombomber, die zum Transport eben dieser Waffen benötigt werden.
  • Rüstungsexporte fördern kriegerische Auseinandersetzungen in und zwischen den Ländern des Globalen Südens. Rüstungsausgaben verstärken soziale Probleme. Diese und die ungerechten Wirtschaftsbeziehungen sind auch Gründe für Fluchtbewegungen, die – je nach Herkunft – mit unterschiedlichen Maßstäben bewertet werden.
  • Der Krieg lässt sich nicht mit noch mehr Waffen beenden.
    Um einen Ausweg aus dem militärisch zugespitzten Konflikt zu finden, sind andere Lösungsansätze zwingend erforderlich. Kluge Überlegungen dafür gibt es, sie müssten nur umgesetzt werden.
    • Gewaltloser ziviler Widerstand
    • Deeskalation der Gewaltspirale
    • Internationale Vermittlung
    • Europäische Friedens- und Sicherheitsordnung.
      Die Initiative Sicherheit Neu Denken gibt wertvolle Anregungen www.sicherheitneudenken.de

Unterstützende Gruppen und Organisationen des Ostermarsches 2022
• Friedensbüro Hannover e.V.
• Hiroshima-Bündnis Hannover
• Frauen in Schwarz
• ver.di-Ortsverein Hannover
• Demokratie in Bewegung Landesverband Niedersachsen
• attac Hannover
• Aufstehen für den Frieden Hannover
• DIDF Hannover (Föderation demokratischer Arbeitervereine e.V.) und DIDF-Jugend
• Initiative „Kein Militär mehr“
• Ökumenisches und Interreligiöses Friedensgebet
• Die Linke. Region Hannover
• Naturfreunde Niedersachsen
• AK Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung der ev. Kirchen in Niedersachsen
• Christians for Future Regionalgruppe Hannover

Unser Flugblatt: und die Rückseite

Truppenübungsplatz Bergen

Wer den Vortrag von Charly
Truppenübungsplatz Bergen – zu seiner Bedeutung und zum Stand der regionalen Widerstandsbewegung.
beim Friepol AK am 11.1. verpasst hat, kann sich den Film des verdi-AK Frieden bei youtube ansehen:
https://youtu.be/na43cBbdaME

Von Europas größtem Truppenübungsplatz zwischen Bergen und Bad Fallingbostel ging schon immer viel Krieg aus – beginnend mit dem Überfall auf die Sowjetunion. 50.000 gefangene Rotarmisten sind hier ermordet worden. Bis heute trainieren hier NATO-Armeen für Kriege in aller Welt. Die Menschen in den bewohnten Dörfern des TrÜbPlatz haben keine kommunalen Rechte und ihre Häuser gehören alle dem Staat. Und der setzt seine Politik des Verkommen-lassens und Abreißens fort. Gewerkschaften fordern seit Jahren eine soziale, ökologische, nicht-militärische Wirtschaftsstruktur und die Initiative Biosphärengebiet weiß wie das geht.

Ostermarsch-Kundgebung am Samstag, 3.4.2021

Aufgrund der Corona-Lage konnten wir in diesem Jahr den Ostermarsch nur eingeschränkt durchführen, aber bei der Kundgebung vor dem Hauptbahnhof war doch mit etwa 120 – 150 Personen eine erfreulich große Zahl Aktive gekommen.

Da manche sicherheitshalber nicht teilnehmen wollten, können sie hier die Kundgebung auf youtube miterleben: https://www.youtube.com/watch?v=0nh4t9HcggQ

Die Redebeiträge dokumentieren wir hier:
Beitrag von Anne für die Seebrücke
Beitrag von Brunhild und Hiltraud
Beitrag von Heidemarie für das Hiroshima-Bündnis
Beitrag von Agnes (Original – ohne die Kürzungen)

Lessenich – Neben uns die Sintflut

Im Rahmen unserer Inforeihe wurde am 11.3.21 dieses Buch vorgestellt – hier noch einmal dokumentiert.
Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis‘ — Kurzdarstellung

Die Bedeutung des Buches von Stephan Lessenich liegt darin, dass im Rahmen der Globalisierungsdebatte die vorherrschenden Vorstellungen über das Verhältnis von ‚Süd‘ und ‚Nord‘ vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Nicht wir ‚helfen‘ den armen ‚unterentwickelten‘ Menschen im globalen Süden, sondern wir leben auf ihre Kosten. Gleichzeitig werden Mechanismen unserer unmittelbaren gesellschaftlichen Situation dargestellt.

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