Ostermarsch Hannover am 30.März 24

Der diesjährige Ostermarsch findet statt am Ostersamstag, 30.3.
Start ist um 11.00 in der Aegidienkirche (Hannoversches Mahnmal gegen den Krieg) mit Landesbischof Ralf Meister.
Danach gehen wir durch die Innenstadt bis zum Abschluss um 13.00 auf dem Bahnhofs-Vorplatz.

Der Aufruf zum Ostermarsch:
Das Töten beenden – den Frieden voran bringen!

Das Töten – auch mit deutschen Waffen – muss ein Ende finden. Täglich sterben unschuldige Menschen in zahlreichen Kriegen weltweit. Die UN-Charta und das Grundgesetz verbieten als Lehre aus dem Zweiten Weltkrieg militärische Durchsetzung nationaler Interessen. Aktuell bringt der Einsatz bewaffneter Gewalt in vielen Regionen Tod, großes Leid und führt zu Flucht, Vertreibung und Klimazerstörung. Unsere Solidarität gilt den Menschen auf der Flucht und allen, die unter Krieg, Verfolgung und Hunger leiden.

Naher Osten
Das barbarische Massaker der Hamas in Israel hat die langjährige Krise im Nahen Osten verschärft. Israel antwortete mit exzessiver Bombardierung des Gaza-Streifens. Allein bis Ende Februar 2024 wurden 28.000 Menschen getötet. Nötig sind ein sofortiger Waffenstillstand und humanitäre Hilfe für Gaza sowie Verhandlungen, um den Weg zur Freilassung der Geiseln und zu einer langfristigen Friedenslösung zu öffnen.

Der Krieg in Israel und Palästina hat Auswirkungen auf die Region und kann zur Eskalation im gesamten Nahen Osten führen, wo im Jemen seit Jahren der Krieg tobt und ein Großteil der Bevölkerung unter Hunger leidet.

Ukraine
Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine muss beendet werden. Es droht die Ausweitung bis hin zum Atomwaffeneinsatz. Weder militärische Offensiven noch Waffenlieferungen oder Sanktionen gegen Russland haben zu Frieden geführt.

Angesichts des Krieges in der Ukraine gefährdet das NATO-Manöver Steadfast Defender 24 mit 90.000 Soldaten, Panzern und Kampfjets – auch aus Wunstorf – den Frieden.

Die Bundesregierung muss endlich ihren Einfluss für friedliche Ansätze zur Konfliktlösung nutzen. Für einen sofortigen Waffenstillstand in Gaza und der Ukraine!
In diesem Jahr steigen die deutschen Militärausgaben von 64 auf 73,4 Mrd. EUR. Jeder Euro, der für Aufrüstung ausgegeben wird, fehlt an anderer Stelle wie z.B. für Soziales, Bildung, Gesundheit und Umbau zu einer klimaschützenden Wirtschaft. Die Wirtschaft leidet, nur die Aktienwerte der Rüstungskonzerne haben sich verdreifacht.

Mehr Rüstung und Militär garantieren keine Sicherheit!
Angesichts der Klimakrise, des Streits um Ressourcen und der weltweiten Armut wird sich das militärische Denken als Illusion erweisen. Nur durch gemeinsame Anstrengungen im Frieden sind soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und eine lebenswerte Zukunft für alle zu erreichen. Eine stabile internationale Friedensordnung wird nur möglich, wenn sich die Vernunft durchsetzt – und nicht das Recht des Stärkeren.

Die Eskalations- und Rüstungsspirale darf sich nicht weiterdrehen. Der nukleare Rüstungswettlauf muss gestoppt werden. Das Reden von europäischen Atomwaffen ist Wahnsinn! Ein Atomkrieg würde unzählige Menschen durch Druckwellen, Feuerstürme und nukleare Strahlung grausam vernichten und große Teile der Erdoberfläche unbewohnbar machen – zumindest Deutschland und Europa!

Wer den Frieden will, muss jetzt auf die Straße gehen!
Kriege und Rüstung verstärken die Krisen! Die Bundesregierung muss unseren Widerstand spüren, damit die Gewalt- und Kriegspolitik beendet wird!
Sicherheit neu denken: Sicherheit durch Militär führt in die Barbarei!
Setzen wir auf Frieden und Kooperation! Auf zum Ostermarsch!

Wir fordern von der Bundesregierung:

  • Diplomatische Initiative für einen sofortigen Waffenstillstand in Gaza! Humanitäre Hilfe und Freilassung der Geiseln! Für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel!
  • Diplomatische Schritte für einen sofortigen Waffenstillstand für die Ukraine und nachfolgende Friedensverhandlungen.
  • Eröffnen eines Weges zu einer neuen europäischen Friedensordnung.
  • Stopp aller Waffenlieferungen!
  • Stopp des NATO-Manövers Steadfast Defender!
  • Mehr Geld für Soziales, Bildung, Gesundheit und Klimaschutz statt für Aufrüstung!
  • Für das Recht auf Asyl, insbesondere für Kriegsdienstverweigerer! Menschen auf der Flucht schützen!

Folgende Organisationen haben bisher ihre Unterstützung zugesagt: Attac Hannover, Aufstehen für den Frieden, DIDF und DIDF-Jugend, Die Linke Region Hannover, DFG-VK Nds-Bremen, Frauen in Schwarz, Friedensbüro Hannover e.V., VVN/BdA. Weitere können noch dazu kommen.

„Combatants for Peace“ Wege zum Frieden für Israel und Palästina

Informations- und Diskussionsveranstaltung am Dienstag, 13. Februar 2024, 19.30 Uhr im
aufhof
, Schmiedestraße 12, 30159 Hannover.
Das Video der Veranstaltung ist zu finden unter https;//www.youtube.com/watch?v=GlvUQcQCtwY.
Seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 beschäftigt der Nahostkonflikt
die Weltgemeinschaft mehr denn je. Zwei hörenswerte Stimmen dazu sind die von Osama
Elewat,und Rotem Levin. Der ehemalige palästinensische Intifada-Kämpfer und der einstige
israelische IDF-Soldat stellen derzeit in Deutschland ihre Vision eines gewaltfreien Endes
der Besatzung und einer friedlichen Ko-Existenz von Israel und Palästina vor.

7.2.24 Forum der Palästina-Initiative

Am Mittwoch, 7. Februar 2024 — 19.00 Uhr spricht Shir Hever (Heidelberg) zum Thema:
Spyware und andere Techniken der Unterdrückung
Ort: Stadtteilzentrum Vahrenwald, Vahrenwalder Straße 92, Stadtbahn Dragonerstraße, Kleiner Saal
Technologie kann für produktive und nützliche Zwecke eingesetzt werden oder Schmerzen und Tod verursachen. Im Juli 2021 deckten Amnesty International, Forbidden Stories und Citizen Lab auf, wie israelische Unternehmen weltweit führend im Einsatz von Spyware sind, um Menschenrechte zu verletzen und in die Privatsphäre von Menschenrechtsaktivist:innen, Anwält:innen, Politiker:innen und Journalist:innen einzudringen. Die Spyware hat sich in der ganzen Welt verbreitet, auch in der Europäischen Union und in Deutschland.
Wir hoffen, dass Shir Hever auch für andere aktuelle Fragen zur Verfügung steht.
Dr. Shir Hever – in Israel geboren und aufgewachsen –  ist Aktivist und Forscher und lebt in Heidelberg. Er ist Geschäftsführer des Bündnisses für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern (BIP e.V.).

Klima, Krieg und Rüstung

Vom 23. bis 27. Januar findet im aufhof auf Initiative des Umweltzentrums die Klimawoche statt.
Das Friedensbüro beteiligt sich mit einem Stand. Dort bieten wir am Di 23.1. ab 12.00 ein Gespräch zur Frage an: „Rüstung und Krieg verschärfen die Klimakatastrophe“. Am Fr 26.1. findet dazu ab 16.00 ein Workshop in der Blauen Zone statt. Wir hoffen, dass wir auch Informationen der Initiative für ein Biospärenreservat Südheide anbieten können.

17.01.24 Ostermarsch-Vorbereitung

Am Mittwoch, 17.01.24 um 19.00 im Haus der Jugend (Maschstr. 24) treffen wir uns zur weiteren Vorbereitung des diesjährigen Ostermarsches am 30.3.24. Zu klären ist das Motto, wer einen Aufruf entwirft und wen wir als Hauptredner/in haben möchten

Im Westen geht die Sonne unter

Der gegenwärtige Krieg in der Ukraine offenbart den Niedergang Russlands als politische und militärische Weltmacht. Doch er ist auch ein Rückzugsgefecht des über Jahrhunderte hegemonialen Westens, wo in der neoliberalen Epoche wesentliche soziale, politische und ökonomische Regulationsmechanismen außer Funktion gesetzt wurden. Im Kontext dieser sozialen und ökonomischen Situation markiert der Krieg tatsächlich eine Zeitenwende, mit der die betroffenen Länder wesentliche Paradigmen des Neoliberalismus über Bord werfen und zunehmend auf einen Krisenmodus mit nur noch vordergründiger demokratischer Beteiligung umstellen.
Aus dieser Perspektive hat eine Diskussionsgruppe den folgenden Text entwickelt. Er setzt sich weniger mit dem akuten Kriegsgeschehen und auch nicht mit der Eskalation im Nahen Osten auseinander, sondern thematisiert die fortschreitende Krise des globalen Westens.
Der Beitrag kann hier heruntergeladen werden. Wer Kontakt mit der Autorengruppe wünscht, wende sich an frank.mannheim@gmx.de.

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