#FridaysForFuture: 20. Sept. 2019 Großer Sternmarsch in Hannover. Gemeinsam kämpfen und die Klimakrise stoppen!

12.30 Küchengarten Hier trifft sich das Friedensbüro.
Am 20. September ist der 3. globale Klimastreik. Diesmal sind ALLE aufgerufen, zu streiken: Schüler*innen, Studierende, Angestellte, Azubis, Selbstständige, Unternehmer*innen, Künstler*innen, Eltern, Großeltern, Wissenschaftler*innen, Lehrer*innen, Landwirte… Kommt alle vorbei, setzt mit uns ein unübersehbares Zeichen für Klimaschutz.

Das Motto von #FridaysForFuture Hannover: “Wenn wir alle gemeinsam kämpfen, werden wir etwas verändern und die Klimakrise stoppen!”Am 20. September will die Bundesregierung ein Klimaschutzpaket beschließen. Gleichzeitig ruft #FridaysForFuture für diesen Tag zum nächsten globalen “Klimastreik” auf: Weltweit werden Menschen auf die Straße gehen, um gegen die anhaltende Klimazerstörung zu demonstrieren. In Hannover gibt es zu diesem Anlass statt nur einer Freitagsdemo gleich fünf. Sie beginnen an verschiedenen Startpunkten und laufen dann als “Sternmarsch” aufeinander zu. Teilnehmen sollen nicht nur Schüler, sondern auch Erwachsene. Schließt euch uns an, für eure eigene Zukunft und die eurer Kinder und zukünftiger Generationen! Es ist so wichtig, dass wir immer mehr werden.”

Als Friedensbüro wollen wir daran erinnern: Krieg ist der größte Klima-Killer, auch Rüstung schadet durch Ressourcenverbrauch – und sie verschwendet die Mittel, die wir dringend zur Gestaltung einer Klimawende brauchen.

Rheinmetall entwaffnen! Camp, Blockade und Demo mit viel Schwung und Entschiedenheit

Ca. 450 Kriegsgegner*innen demonstrierten am 7. 9. in Unterlüß gegen den Rüstungskonzern Rheinmetall – Waffenproduktion und Waffenexporte. Auch aus Hannover kamen Aktive aus verschiedenen politischen Bereichen zusammen, um gemeinsam nach Unterlüß zu fahren. Mit vielen Fahnen, Transparenten, einem Sarg für die Waffenindustrie und immer wieder lautstark gerufenen Parolen ging es los. . Sprechchöre wie “Rheinmetall entwaffnen – Krieg beginnt hier” waren lautstark zu hören.

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Ebenso wie ‚Grenzen zu für Waffen – Grenzen auf für Geflüchtete!‘ ” Unterwegs wurde vielfach versucht, Menschen am Rande der Demo anzusprechen, Flugblätter wurden in Briefkästen gesteckt. Die Reden unterwegs waren dann doch vielleicht etwas zu konfrontativ – es ist schwer, gegenüber Produzierenden von Waffen den richtigen Ton zu finden.

Vor den Gebäuden von Rheinmetall, das in Unterlüß mehrere Werke betreibt, sagte ein Sprecher des Bündnisses “Rheinmetall entwaffnen‘: “Hier an diesem Ort, wo Waffen produziert werden, ist der Beginn der Kriege weltweit”. Etwa 100 Initiativen aus der Friedensbewegung, aber auch feministische und kurdische Gruppen sowie der Flüchtlingsrat Niedersachsen hatten zu der Demonstration aufgerufen. “Flucht und Krieg hängen unmittelbar zusammen”, so der Sprecher.
Ein weiteres Highlight bei der Abschlusskundgebung war die eindringliche und wunderbare Solidaritäts-Adresse an uns von Esther Bejarano – Mitglied des Mädchenorchesters in Auschwitz, die alle sehr beeindruckt hat. Sie wies auf Zwangsarbeiter/innen hin, die bei Rheinmetall geschuftet haben und gestorben sind. “Ihr seid unsere Hoffnung…” sagte sie, denn (sinngemäß) wenn in Deutschland die Kriegstreiber, wozu sie auch die Waffenindustrie zählte, wieder die Oberhand bekämen, dann wären die Millionen Opfer umsonst gestorben. Sie dankte uns und ermutigte uns weiter zumachen in unserem Protest.


Wenn die Polizei mitteilt:„Bis zum Nachmittag blieb die Lage “relativ friedlich”, frage ich mich, wo die Lage ‚nicht ganz so friedlich‘ war. Und wenn auf dem Rückweg zum Bahnhof nach der Demo uns ein Mann anbrüllte, wir sollten endlich mal mit dem Terror und unserem diktatorischen Vorgehen aufhören, dann .frage ich mich doch, was denn unsere kreative Demo an ‚Terror‘ beinhaltet  hat – im Vergleich zu den Waffen von Rheinmetall, die den Menschen in vielen Ländern Terror, Tod und Leid in ihr Leben bringen.

Schon in der Woche zuvor hatten viele Aktive die Gelegenheit genutzt, sich im Camp vielfältig zu informieren und auszutauschen. Interessant dabei: Der ökumenische Arbeitskreis Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung hatte seinen Pilgerweg für den Frieden so gestaltet, dass er an diesen Tagen zum Camp dazustieß und an den Aktionen teilnahm.
06.09.2019 15:30 Uhr  – Aktivisten blockieren seit Montag die Zufahrt zum Werk des Waffenherstellers. Die Kriegsgegner*innen sind bereits seit einigen Tagen vor Ort. Am Donnerstag und Freitag hatten hunderte Aktivist*innen die Zufahrt zum Werksgelände von Rheinmetall blockiert. Ziel sei es gewesen, die Rüstungsproduktion lahmzulegen. Die Polizei ermöglichte den Mitarbeitern der Firma eigenen Angaben zufolge den Zugang zum Werk. In einem Fall sei eine besetzte Schiene geräumt worden. Bei dem Einsatz wurde nach Angaben von “Rheinmetall entwaffnen” ein Demonstrant schwer verletzt. Rheinmetall kommentierte das Protestcamp mit den Worten, das Unternehmen agiere im rechtlichen Rahmen. (Grundlage – Bericht von NDR 1)

Antikriegstag 1. September: GEMEINSAM FÜR VÖLKERVERSTÄNDIGUNG UND EINE GERECHTE WELT – GEGEN RASSISMUS UND KRIEG

Friedensbüro und DFG-VK laden zusammen mit Gruppen, die aktiv sind zu den Themen “Krieg – Flucht – Umwelt – Gerechtigkeit in der Welt” ein, sich am Sonntag 1. Sept. um 14.00 – nach der Gedenkveranstaltung im Rathaus – sich neben dem Rathaus zu informieren und gegenseitig kennenzulernen.
Es wird Informationsstände, Lesungen, Sketche und natürlich etwas Musik geben.

Gedenkveranstaltungen von DGB und Stadt:
11.15 Stille Kranzniederlegung in der Aegidienkirche
11.30 Gedenkveranstaltung der IGMetall am Maschsee-Mahnmal
12.30 Gedenkstunde zum Antikriegstag im Rathaus
Es spricht Frank Bsirske.

“GEMEINSAM FÜR VÖLKERVERSTÄNDIGUNG UND EINE GERECHTE WELT – GEGEN RASSISMUS UND KRIEG”.

In diesem Jahr jährt sich am 1. September der Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen und damit der Beginn des Zweiten Weltkrieges zum 80. Mal. Ein Anlass zum Gedenken – aber auch zum Blick auf unser heutiges Leben und die Konflikte der Welt.

So oft wird gesagt: „Wir leben seit über 70 Jahren im Frieden“. Leben wir in Deutschland aber „im Frieden“, wenn unser Land sich an Kriegen in anderen Erdteilen beteiligt? Bei einigen Kriegen sind wir nicht mit der Bundeswehr beteiligt, aber wir liefern die Waffen dazu – auch das ist Beteiligung.

Viele – gerade junge – Menschen sind aktiv geworden gegen die auf uns zu kommende Klimakatastrophe. Auch durch die Rücksichtslosigkeit unseres Wirtschaftens wird Leben zerstört – schon heute, zumindest aber in Zukunft! Und das hängt eng mit dem Friedensthema zusammen. Die Rüstung verbraucht auch ohne Krieg wichtige Ressourcen an Rohstoffen, Technik und menschlicher Intelligenz. Alles das brauchen wir zur Gestaltung eines menschlichen Lebens für alle Menschen hier und überall in der Welt und wollen es nicht verschwenden.

Unsere Art zu leben und zu wirtschaften zerstört die Lebensbedingungen in anderen Ländern, z.B. in Afrika. Dadurch machen sich Menschen in großer Zahl auf den Weg nach Europa. Die Reaktion: anstatt das eigene Handeln zu überprüfen, schottet Europa sich ab – nicht nur durch die grausame Sperrung der Häfen im Mittelmeer, sondern auch durch Verträge mit Diktatoren zur Sperrung der Wege durch die Sahara – in der Wüste verdursten ist nicht besser als im Meer zu ertrinken!

In Hannover leben viele Menschen, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind – ob einfach durch Arbeitssuche, Studium oder wegen politischer Verfolgung. Sie machen oft die Erfahrung, dass sie nicht als zugehörig angesehen werden, dass sie direkt Diskriminierung erleben. Auch das empfinden wir als Störung unseres Zusammenlebens.

Rheinmetall entwaffnen

Samstag 7.9. ab 13.00 Demonstration in Unterlüss
Treff zur gemeinsamen Anreise ab Hannover: 11.20 Hbf unterm Schwanz

Vom 1.- 9. September Aktionstage der Aktion Rheinmetallentwaffnen in Unterlüss.
Weitere Infos unter https://rheinmetallentwaffnen.noblogs.org und
http://www.war-starts-here.camp/kontakt/

Vom 30.8. – 8.9. Pilgerweg „FRIEDEN beWEGt“ der Ev. Kirche
Infos unter https://www.kirchliche-dienste.de/termine-datenbank/einzelansicht?id=199608

Diese beiden sehr unterschiedlichen Aktionen werden sich gegenseitig berühren und unterstützen

Büchel ist überall – atomwaffenfrei jetzt!

Büchel – ein kleiner Ort in der Eifel. Hier sind weiterhin 20 Atombomben der USA stationiert. Allerdings im Rahmen der “atomaren Teilhabe” auf einem Bundeswehrstützpunkt, denn die Bomben sollen von Bundeswehrfliegern zu ihrem Ziel gebracht werden. Makabre Vorstellung.
Es gibt auch Neues: Diese alten Bomben sollen “modernisiert” werden, denn man kann sie nur ungezielt fallen lassen. SIe sollen ersetzt werden durch den neuen Typ B61-12. Diese sind kleiner, haben eine geringere Sprengwirkung und man kann sie nach dem Abwurf steuern. Klingt das positv? Nein, denn solche Waffen sind einsetzbar – man könnte damit z.B. gezielt eine bestimmte Stadt zerstören. Das heißt: Sie bedeuten eine Abkehr von der Nuklearen Abschreckung!
Seit Jahren gibt es deshalb die Aktionspräsenz in Büchel, die den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland fordert.
Weitere Informationen http://www.atomwaffenfrei.de
Aus Hannover fährt am Wochenende 6.-8.7. eine Gruppe, eingeladen von der LINKEN, nach Büchel, um dort an den Aktionen von ICAN und IPPNW teilzunehmen.

Stopp Air Base Ramstein

Ramstein – das Zentrum der aggressiven US-Politik in Europa. Von hier aus werden Drohnen gesteuert, die anonymen Tod in viele Länder bringen. Von hier aus wird Krieg der USA im Nahen Osten, in Afrika möglich gemacht.
Die Aktionswoche der Kampagne “Stopp Air Base Ramstein” fand am Samstag, 29.6.2019 mit der Demonstration gegen die US-Militärbasis ihren Höhepunkt. Bei Temperaturen von über 30 Grad starteten die Teilnehmer_innen mit einem Marsch von einem Friedenscamp nach Ramstein-Miesenbach.
Dort fand die Auftaktkundgebung statt, auf der mehrere Redner-innen zu Wort kamen – unter ihnen auch eine Aktivistin von “Ende Gelände” und von “Fridays for Future”. Gegen 14 Uhr setzte sich der Demonstrationszug in Richtung zur US Air Base Ramstein in Bewegung. Während die Veranstalter_innen von etwa 5.000 Teilnehmenden sprachen, zählte die Polizei nur bis etwa 1.500. Auf der Abschlusskundgebung sprach auch der frühere saarländische Ministerpräsident Oskar Lafontaine, der unter anderem auch hart mit der US-Außenpolitik ins Gericht ging.

Weitere Infos unter https://www.ramstein-kampagne.eu/

Für den Erhalt des INF-Vertrages!

Am 1. Juni 1988 trat der Vertrag über die „Intermediate-range Nuclear Forces“ (INF) in Kraft. Beide Seiten verpflichteten sich zur Vernichtung ihrer atomaren Mittelstreckenwaffen (500 – 5000 km Reichweite), womit die Bedrohung Europas und großer Teile Russlands durch einen Atomkrieg abnahm.

Anfang Februar 2019 kündigte US-Präsident Donald Trump den Vertrag. Der russische Präsident Wladimir Putin setzte ihn daraufhin ebenfalls aus. Nach der sechsmonatigen Kündigungsfrist droht dem INF-Vertrag im August 2019 die endgültige Auflösung: Die Stationierung neuer Mittelstreckenwaffen in Europa wäre möglich. Eine endgültige Kündigung des Vertrages könnte ein neues Wettrüsten in Gang setzen und die Wiederholung des Kalten Krieges bedeuten:

die Gefahr einer atomaren Katastrophe würde sich erhöhen!
Das müssen wir verhindern!

Wir fordern von den USA und Russland:

  • Der INF-Vertrag einschließlich der gegenseitigen Überprüfungs- und Überwachungsmaßnahmen muss erhalten bleiben.

Wir fordern von der Bundesregierung:

  • Sie muss sich bei den USA und Russland für den Erhalt des INF-Vertrages einsetzen. Wettrüsten stoppen! Abrüstung schafft Sicherheit!

Der Infostand fand durch einen Sketch und Kinderspiele viel Aufmerksamkeit – was sich auch durch Unterschriften unter die Forderungen von ICAN und IPPNW zeigte.

Trump und Putin werden zu Verhandlungen zum Atomwaffenverbotsvertrag gezwungen.

Aufmerksamkeit für den Ostermarsch

Wir planen Flash-mobs mit einer Schlange (lasst euch überraschen) zum letzten Termin:
Sa 13.4. 11.00 Treffen am Kröpcke – dann geht es durch die Georgstraße

Die LINKE lädt ein
am Samstag, 13. April um 15.00 im Stadtteilzentrum Ricklingen (Ricklinger Stadtweg 1)
zu einer Veranstaltung zum Thema “IST DIE EU EINE FRIEDENSMACHT?” mit dem MdB Tobias Pflüger, der auch im EU-Parlament für Friedenspolitik verantwortlich war.

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