066

Und den Krieg haßte ich aus ganzem Herzen, und es wollte mir nicht in den Kopf, daß Totschlagen sonst das größte Verbrechen war, im Krieg aber richtig und gut sein sollte.
Lea Grundig, Gesichte und Geschichte

065

Nichts ist müßiger und verbrecherischer als der Krieg der imperialistischen Regierungen.
Thomas Mann, Radiosendung nach Deutschland, April 1942

064

Krieg erzeugt wiederum Krieg und Sieg Niederlage.
Anatole France, Aufruhr der Engel

063

Warum empfinden wir Entsetzen und moralische Abscheu angesichts von Selbstmordattentaten, während wir angesichts von staatlich sanktionierter Gewalt nicht immer ein solches Entsetzen und eine solche moralische Abscheu verspüren.
Talal Asad, On suicide bombing, 2007

062

Stehende Heere (miles perpetuus) sollen mit der Zeit ganz aufhören.
Immanuel Kant, Zum ewigen Frieden, 1795

061

Wenn man die Großkopfeten reden hört, führens den Krieg nur aus Gottesfurcht und für alles, was gut und schön ist. Aber wenn man genauer hinsieht, sinds nicht so blöd, sondern führn die Kriege für Gewinn.
Brecht, Mutter Courage und ihre Kinder

060

Der Krieg ist ein Patent der bürgerlichen Gesellschaft und wird als solches gesetzlich geschützt.
J.-R. Becher, Dichter, lüge!

059

… jeder Krieg birgt gewissermaßen einen neuen in seinen Falten.
August Bebel

058

Ein wahres Elend ist der verdammte Krieg.
Aristophanes (445 – 385 v.u.Z.), Die Wolken

057

Der Krieg besteht nicht darum weiter, weil es Böses gibt, sondern weil man ihn immer noch für gut hält.
Bertha von Suttner

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