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„Meine Utopie habe ich einmal ganz klar gesagt in ‚Der Traum ist aus‘, weil ich da sage, wie ich mir das vorstelle: Daß es keine Waffen mehr gibt, keine Kriege, keinen Hunger. Aber das pfeifen ja schon die Spatzen von den Dächern. Das wollen natürlich auch alle. In so einer Welt möchte ich gerne leben. Keine Friede-Freude-Eierkuchen-Welt in dem Sinne. Aber eine, in der es keinen Todschlag und keinen Hunger gibt. Und auch das Bewußtsein, sich als Teil der Natur und nicht als Loch in der Natur zu sehen.“
Rio Reiser
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Ein merkwürdiges Zeichen der geringen Selbstachtung des Menschen ist es, daß er es bisher sich hat gefallen lassen, von seinen Regierungen und herrschenden Klassen als Kanonenfutter, als Kriegsmaterial, das man dem Feind entgegenwirft, benutzt, mißbraucht und zerstört zu werden.
Helene Stöcker, Generalstreik und Kriegsdienstverweigerung (Radikalpazifismus), 1922