Hiroshima-Gedenktag

So 5.8. um 20.00 Hiroshima-Hain, Alte Bult
Am Vorabend des Gedenktages lädt das Hiroshima-Bündnis zum Nachdenken über die Atombombenabwürfe vor 73 Jahren und die Konsequenzen für heute ein. Thema in diesem Jahr: “Spuren der Hiroshimabombe?”
Im Verlauf des Abends sollen Kerzenlichter aufgestellt werden, um an die Opfer des Atombombenabwurfs zu erinnern.
Dazu soll allen Teilnehmenden Kerzen mitbringen.

Mo 6.8. um 8.00 – 8.15 Mahnmal Aegidienkirche
Gedenkfeier mit dem Anschlagen der Friedensglocke in der Aegidienkirche
Kranzniederlegung durch Bürgermeister Klaus Dieter Scholz und Superintendent Thomas Höflich
Jugendliche des CVJM legen Papierkraniche nieder

Guernica mahnt!

Zum zweiten Mal weilten Mitglieder des DGB-Chors aus Hannover in der Baskischen Stadt Gernika und nahmen am Gedenken an die Bombardierung der Stadt durch die Legion Condor – beheimatet in Wunstorf – teil.
Immer wieder eindrucksvoll, wenn die ganze Stadt für Minuten in Schweigen verharrt zu der Zeit, als am 26.4.1937 deutsche Bomber diese Kleinstadt in Schutt und Asche legten. Militärisch vielleicht unsinnig (die Brücke, die das strategische Ziel sein sollte, steht bis heute), aber Terror gegen Zivilbevölkerung einschließlich vieler Flüchtlinge, Test für die Technik des Flächenbombardements gegen Städte, und ein Angriff ausgerechnet gegen das historische Zentrum des Baskenlandes, dessen Selbstständigkeitsstreben Franco ein Dorn im AUge war.
(Übrigens fand an diesem Wochenende auch ein Kongress Gernika – Hiroshima statt, an dem wir aber aus Sprachgründen nicht teilnehmen konnten.)

Frieden für Syrien – Kundgebung Di 17.4.18 um 17.00 Kröpcke

Angesichts des völkerrechtswidrigen Angriffs auf Syrien haben wir bei der heutigen Spontanmahnwache verabredet, dass wir für Dienstag, den 17.4.18 um 17.00 zu einer Kundgebung am Kröpcke einladen.

Ich denke, ihr habt alle in den letzten Tagen versucht, einen Überblick über die Ereignisse zu bekommen.
Drei Dinge sind auf jeden Fall zu kritisieren, egal, wie man sonst in dem Konflikt steht:
1.) Angriff einen Tag, bevor die OPCW ihre Untersuchungen anfing,
2.) Angriff auf Chemieanlagen – gerade wenn dort tatsächlich chemische Waffen gelagert sind, aber auch wenn es sich um einen zivilen Chemiestandort handelt – gefährdet man so die Bevölkerung vor Ort,
3.) es wurde – sogar mit Stolz – berichtet, dass man einen Angriff “neben der UN” durchgeführt hätte – genau das ist aber die Definition eines “Völkerrechtswidrigen Angriffs”.

Wir hoffen, viele von euch dort zu treffen.

Ostermarsch 2018 am 31.3.2018

10:30 Kröpcke: Start
11:00 Aegidienkirche: Auftaktkundgebung
anschließend Demonstration
12:00 Steintor: Kundgebung und Infomarkt – Musik, Informationen, Sketche

Es rufen auf: Friedensbüro Hannover, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegs-dienstgegnerInnen (DFG-VK) Hannover, Hiroshima-Bündnis, ver.di Ortsverein Hannover, attac Hannover, Arbeitskreis “Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung der ev. Kirchen in Niedersachsen“, Stadtjugendring Hannover, IPPNW Studi-Gruppe Hannover, NAV-DEM Hannover, Ronahi kurd. Frauenrat, DIDF Hannover, Palästina-Initiative, VVN/BdA Hannover, Die Linke.Region Hannover, Die Linke.SDS, solid, DKP Kreisvereinigung Hannover, SDAJ Hannover, Initiative „Kein Militär mehr“, Friedenskreis St. Jakobi
Plakat OMA18
OMA18-Flyer-pdf

‚Kurdistan‘ – Gegenwärtiger Krieg der Türkei gegen Afrin

Friedenspolitischen Arbeitskreis, Dienstag, 6. März um 19.00 Uhr im Pavillon  –
Thema ‚Kurdistan‘   –   Gegenwärtiger Krieg der Türkei gegen Afrin

Unterthemen: Kurdische Bevölkerung im Mittleren Osten  – Das kurdische autonome Gebiet in Nordsyrien –  Rojava und der Kanton Afrin
Einführend geht um die historische Entwicklung der kurdischen Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten und ihre Verteilung auf verschiedene Staaten im Mittleren Osten.
Gegenwärtig führt die Türkei Krieg gegen Afrin, einen der Kantone von Rojava in Nordsyrien.
Folgende Fragen wollen wir diskutieren:

  • Was führte zur Verteilung der kurdischen Bevölkerung auf verschiedene Staaten im Mittleren Osten?
  • Welche Rolle spielt die kurdische Bevölkerung/Bewegung in den verschiedenen Staaten:
    Türkei, Nordsyrien, Nordirak, Iran?
  • Das Gesellschaftsprojekt in Rojava
  • Krieg der Türkei gegen Afrin
  • Kriminalisierung der kurdischen Bewegungen in der Türkei, weltweit, auch in Deutschland
  • Was können wir gegen den völkerrechtswidrigen Krieg der Türkei gegen Afrin bei uns tun?

Eine Referentin und ein Referent von Nav Dem (Hannover), einem kurdischen Zusammenschluss von Kurdin_nen deutschlandweit,  haben wir eingeladen. Sie können uns viel erklären und unsere Fragen beantworten.

Waffenexport, Krisen, Fluchtursachen

Vortrag von Andreas Zumach (Journalist, taz)
Fr, 17.11., 19:00 Uhr, Gemeindehaus der Apostelgemeinde (Gretchenstr. 55, 30161 Hannover)
Veranstalter: Friedensbüro Hannover und Apostelgemeinde
„Umringt von einem Kranz der Krisen stellt sich unsere Allianz, unsere transnationale Gemeinschaft, als eine Insel der Sicherheit, der Stabilität und des Wohlstands dar.“ – so der ehemalige NATO-Generalsekretär Asmussen. Eine Festung, abgeschottet gegen Gewalt, Krisen und Flüchtlinge soll Europa bleiben, auch wenn dazu failed states wie Niger und Tschad aufgerüstet werden – beschlossen auf dem EU-Flüchtlingsgipfel in Paris. Die Waffenproduzenten in Frankreich und Deutschland, sie verdienen gut am Ausbau der Festung Europa, aber sichern sie wirklich unseren Wohlstand? Und zu welchem Preis? Oder werden im Gegenteil die Krisen und Flüchtlingsströme angetrieben, vor denen wir uns fürchten?
„Haltet Recht und Gerechtigkeit, und errettet den Beraubten von des Frevlers Hand, und schindet nicht die Fremdlinge, Waisen und Witwen, und tut niemand Gewalt“ – so predigt Jeremia dem jüdischen Königshaus, sonst soll „spricht der HERR, dies Haus … zerstört werden.“
Recht und Gerechtigkeit im globalen Maßstab: das müsste die Leitidee sein für eine Politik, die Fluchtursachen bekämpft, eine Afrikapolitik, die diesen Namen auch verdient. Sonst könnte es geschehen, dass unser Haus zerstört wird.

Mit Sicherheit gut ankommen

Am vergangenen Wochenende (9. 9. 2017) war in Hannover eine Aktion von ‚Mit Sicherheit gut ankommen‘ auf der Faustwiese. Mit dabei, ein Boot, das in der Vergangenheit flüchtenden Menschen über das Meer half. Dieses Boot sollte direkt neben der Faustwiese zu besuchen sein, aber die zunächst gegebene Zusage wurde zurückgezogen, so dass alle Interessierten 1 ½ km bis zur Wasserkunst gehen mussten.

Die Aktion auf der Faustwiese war Teil einer Reise durch 22 Städte.
Sie war geeignet, etwas abstrakt Bekanntes sinnlich erfahrbar zu machen, mit vielen Angeboten und der Möglichkeit, sich auf dem Schiff einen Eindruck von einer Flucht in einer ‚Nussschale‘ zu machen, gab es z. B. am Abend die Lesung ‚Ein Morgen vor Lampedusa‘. Sie ist sehr, sehr eindrucksvoll – wer sie noch nicht gehört (mit Musik und Bildern) hat, sollte dies unbedingt nachholen: Beteiligte schildern, wie sie versucht haben, nach dem Kentern des Schiffes Menschen zu retten und wie ihnen Geflüchtete buchstäblich durch die Finger glitten und neben den Einzelnen, denen sie helfen konnten, Andere mit weit aufgerissenen Augen in den Fluten versanken und wie sie diese Bilder noch lange im Schlaf verfolgten. Und wie Behörden versagten, weil sie erst auf Anordnungen aus Rom warteten.

Auf dem Boot standen große, künstlerisch gestaltete Personen, die verdeutlichten, wie viele Menschen bei guten Bedingungen auf das Schiff passten – und wie viele Menschen tatsächlich befördert wurden: ein Vielfaches. Ich war völlig erschüttert, in eine Luke zu blicken – nicht einmal personenhoch, in die Kinder und Frauen während der Überfahrt gequetscht wurden: nebeneinander, aufeinander, im durchziehenden Dieselmief und zunehmend mit Erbrochenem und Schlimmeren um sich herum.

Tragödie? Nein! Menschengemacht!
Leider haben nicht viele Besucher_innen zu der Aktion gefunden. Das lag sicher am Wetter, vermutlich aber auch an schlechter Kommunikation in die Stadtgesellschaft. Das sollte bei künftigen Aktionen besser laufen.
Für mich hat das Erlebte meine Haltung verstärkt: KEIN MENSCH IST ILLEGAL! Kein Mensch sollte diesem Schicksal ausgeliefert werden! Und: Wir, die wir im globalen Wohlstand leben, müssen uns mindestens um die Menschen kümmern, die zu einem erheblichen Maß unseren Wohlstand bezahlen – und deshalb flüchten müssen. Eigentlich müssen wir unser Leben ändern!

Bremerhavener Appell Nein zum Säbelrasseln – Truppenverlegung stoppen!

Zusammen mit 200-300 Leuten haben wir am 7. Januar bei eisigem Wind und  Straßenglätte die Frachter, von denen NATO-Panzer und anderes Kriegsmaterial zurzeit abgeladen werden, besichtigt und unseren Protest kundgetan. Für den reibungslosen Ablauf der Verladung und Transporte bis zu den Bestimmungsorten in Polen und den baltischen Ländern, sorgt ein logistisches Zentrum der Bundeswehr in  Garlstedt bei Bremen. Wir folgten damit dem

Bremerhavener Appell – Nein zum Säbelrasseln –Truppenverlegung stoppen!
(Zit. aus dem Flyer)

… „Die US-Army verlegt ab 6. Januar 2017 eine komplette Panzerbrigade,  4000 Soldatinnen und Soldaten und insgesamt ca. 2000  Haubitzen, Jeeps und LKW über Bremerhaven zu NATO-Manövern, die neun Monate lang in Osteuropa stattfinden sollen. Unser Hafen wird seit Jahrzehnten für den Umschlag von Kriegsgerät aller Art missbraucht. Die jetzigen Transporte sind die umfangreichsten seit dem Ende des Kalten Krieges. Von Bremerhaven geht es mit Zügen, Fahrzeugkolonnen und weiteren Schiffen Richtung Osten. Auch deutsches Militär wird zu den Manövern verlegt. Deutschland wird somit zum Aufmarschgebiet.

Wir lehnen diesen militaristischen Aufmarsch gegen Russland entschieden ab. Die

Konsequenzen dieser Manöver sind kaum absehbar. Die weltpolitische Lage ist angespannt. Das Säbelrasseln der NATO vor der russischen Haustür erhöht die Kriegsgefahr. Das Verlegen der Panzerbrigade ist nicht nur Drohgebärde, sondern konkrete Kriegsvorbereitung. Der stellvertretende Logistikchef des US-Kommandos EUCOM in Stuttgart sagte, es gehe auch darum, nachzuweisen, ob die Kampfkraft zur rechten Zeit an den rechten Platz nach Europagebracht werden könne.

Wir brauchen eine neue Entspannungspolitik statt weiterer Provokationen. Wir wollen

Frieden in Europa und der Welt sowie die Ächtung aller Kriege. Das bereits begonnene neue Wettrüsten wird das Geld verschlingen, das die Menschheit braucht, um Hunger, Not und Klimakatastrophen wirksam zu bekämpfen.“

Da die NATO-Russland-Grundakte von 1997 eine dauerhafte Stationierung von Truppen an der Westgrenze zu Russland verbietet, werden alle 9 Monate die Truppen im Rotationsverfahren ausgetauscht. Die ‘schnelle Eingreiftruppe’ wird damit in ständiger Gefechtsbereitschaft gehalten.

Wir meinen, durch diese Kriegsvorbereitungen wächst die Gefahr eines militärischen Konflikts mit Russland. Wir können nicht dulden, dass der Norden zum Aufmarschgebiet wird.

Unser Fazit:

von hier und heute muss ein starker und lauter Bürgerprotest ausgehen, gegen Waffentransporte der NATO über deutsche Häfen und durch deutsche Gebiete.

 

Hiltraud Stenzel

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