Ostermarsch 2015 in Hannover

Über 80 Ostermärsche gab es in diesem Jahr in Deutschland – von Karfreitag bis Ostermontag einschließlich.
Hier in Hannover führte das Friedensbüro Hannover zusammen mit der DFG-VK und dem DGB und weiteren Unterstützer_innen eine Aktion auf dem Kröpcke durch. Thema der Kundgebung war: ‚Krieg beginnt hier – Stoppen wir ihn hier‘. Mit Reden, Informationstafeln, kleinen Aktionen und Informationsständen haben wir versucht deutlich zu machen, wie in der Region Hannover und in Niedersachsen planmäßig militär. Interventionen vorbereitet werden:

-Der Bau eines Verlade-Bahnhofs am Fliegerhorst Wunstorf, wo demnächst 40 Militärtransporter des Typs A400M stationiert werden, der eine Nato-Flieger taugliche Vergrößerung der Landebahn erhält, sowie umfangreiche Gebäude, die der Ausbildung uns Stationierung von Soldaten der Luftwaffe dienen sollen,

-die Verlegung eines Panzerbattaillons nach Bergen-Hohne in der Nähe desNato-Truppenübungsplatzes in der Heide,

-sowie der riesige Rüstungsbetrieb von Rheinmetall in Unterlüß

sind Beweise, wie hier Waffenproduktion, Ausbildung von Soldaten, wie auch direkter Einsatz in Krisengebiete überall in der Welt geplant werden. Insbesondere die Stoßrichtung nach Osten, gegen Russland gerichtet und ein mögliches Eingreifen in den Ukraine-Konflikt, beunruhigen uns. Denn damit rückt auch Niedersachsen als Kriegsziel in den Fokus.
Wenn deutsche Waffen in aller Welt mit morden, wenn Soldat_innen in der Heide für mögliche Kriegseinsätze ggf. auch in der Ukraine und damit gegen Russland trainiert werden, wenn Kriegsunterstützung von Wunstorf aus möglich sein soll, dann sagen wir: ‚Nicht in unserem Namen‘.
200-300 Menschen haben dem Hauptvortrag von Claudia Heydt sowie verschiedenen Redner_innen zugehört, Material mitgenommen und unsere Infotafeln aufmerksam gelesen. Als eine Demonstration von Yesid_innen an unserer Kundgebung vorbeizogen, erklärten wir ihnen unsere Solidarität: Wir wollen nicht, dass Waffen aus Deutschland Menschen im Irak, in Syrien oder an anderen Orten der Welt töten.
Mit der guten Musik der Trommelgruppe ‚Bantamba Moolu‘ sowie den Liedern Dieter Dehms klang die Demonstration mit einem abschließenden gemeinsamen ‚We shall overcome‘ und ‘Das weiche Wasser bricht den Stein’ optimistisch aus.

Friedensnewsletter Hannover April 2015

Im Krieg sind die Gesetze der Menschheit aufgehoben, in den Urzustand ist sie zurückversetzt. In einem ungeheuren Irrtum waren wir befangen. Wir glaubten an die innere Kultur der europäischen Völker. Wir müssen umlernen. Es war nur Firnis, Tünche. Hedwig Dohm (1831-1919)

Liebe Friedensfreundinnen und –freunde

Es ist mal wieder soweit. Wie jedes Jahr zu Ostern rufen die Friedensgruppen der Stadt zum Ostermarsch auf. Am 04.04. ab 12.00 Uhr werden wir unter dem Motto „Krieg beginnt hier – stoppen wir ihn hier“ wieder friedenspolitische Akzente setzen. Mit dabei diesmal auch der DGB. Hauptrednerin wird Claudia Haydt von der Informationsstelle Militarisierung (imi) sein.

Aufruf Ostermarsch 2015 in HannoverAm 17.4. wird im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche Nein zur Verschärfung des Asylrechts eine Demonstration in Hannover stattfinden. Mit zahlreichen Aktionen soll für eine positive Willkommenskultur geworben werden und damit auch dem Hass der Pegidas und ihrer Ableger_innen gegen alles was ihnen fremd ist, etwas entgegengesetzt werden.

Ein langfristig im friedenspolitischen Kalender fest stehender Termin wird uns – nicht unbedingt unglücklicherweise – in Zukunft fehlen. Gemeint ist das Sommerbiwak. Still und leise hat die 1.Panzerdivision dieses Militärspektakel beerdigt. Das ist sicher auch ein Erfolg der Gegendemonstrationen der letzten Jahre, anders lässt sich die offizielle Erklärung der Bundeswehr dazu nicht erklären. Sie behaupten ernsthaft (und leider völlig unhinterfragt) in der Hannoverschen Allgemeinen, das Fest in diesem Jahr im Sommer nicht durchführen zu können, da zum Jahresende der Abzug der 1.Pd aus Hannover geplant sei und dies daher terminseitig schwer zu koordinieren gewesen wäre. Ganz in undemokratischer Tradition will die Bundeswehr auch nicht den Termin für den abschließenden Zapfenstreich verraten, da sonst mit Protesten zu rechnen sei. Die Verteidigung demokratischer Grundrechte, wie sie das Militär gern weltweit postuliert sieht anders aus.

Abschließend noch ein Blick über den lokalen Tellerrand. Die DFG-VK dokumentiert eine Solidaritätserklärung für ihren politischen Geschäftsführer Monty Schädel, die sich gegen heftige verbale Ausfälle nicht nur gegen ihn wendet. Andere Gruppen der Friedensbewegung wie der Bund für soziale Verteidigung (BSV) und die Kooperation für den Frieden haben sich mit eigenen Erklärungen solidarisiert.

In Büchel lagern immer noch Atomwaffen. Mit der Aktion Blockade65 soll das Atomwaffengelände länger blockiert werden. Bundesweit sind Gruppen und Initiativen eingeladen tageweise die Blockade zu übernehmen. Den Auftakt dokumentieren wir hier. Wäre dies nicht auch einmal eine Aktion für Hannover?

Ralf Buchterkirchen

Im Auftrag von Friedensbüro Hannover und DFG-VK Hannover
PS: Zum Vormerken für den Mai: Wie bereits im letzten Jahr wird die DFG-VK rund um den Tag der Befreiung Stolpersteine in der Stadt putzen gehen. Termin für diese Aktion ist dafür in diesem Jahr der 16.5. Mehr Infos dann im nächsten Newsletter.

Eine besser lesbare layoutete Version gibt es hier.

Die Themen im Einzelnen:

  • Termine
  • Ostermarschaufruf 2015
  • Rassistische Ostertagung in Dorfmark
  • Der „Friedenswinter“ – Friedenspolitischer Arbeitskreis
  • Aufruf zur bundesweiten Aktionswoche – Nein zur Verschärfung des Asylrechts!
  • Solidarität mit Monty Schädel!
  • Atomwaffenstandort ist blockiert – büchel65 startet Blockadekampagne

Termine

04.04. ab 12.00 Uhr Kröpcke Ostermarsch

07.04. 19.00 Pavillon, Friedenspolitischer Arbeitskreis zum Thema Friedensbüro und Friedenswinter

15.04. 19.00 Haus der Jugend, Aktiventreffen

17.4. Steintor 17.00 Demo „Nein zur Verschärfung des Asylrechts“ durch die Stadt zum Protestcamp Weißekreuzplatz

21.04. 19.00, Kargah Treffen der DFG-VK OG Hannover

24.04. 19.00 Café K, Friedenspolitischer Stammtisch

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Flagge zeigen für den Frieden – Ostermarsch 2015 in Hannover

„Krieg beginnt hier – stoppen wir ihn hier!“ Unter diesem Motto rufen der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Region Niedersachsen Mitte, das Friedensbüro Hannover e.V. und die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsgegnerInnen (DFG-VK) gemeinsam auf zu einer Friedenskundgebung.

Die Aktion findet im Rahmen der bundesweiten Ostermärsche der Friedensbewegung am Oster-Samstag, 4. April 2015, in Hannovers Stadtmitte auf dem Kröpcke statt. Die Kundgebung beginnt um 12.30 Uhr. Informationen zu friedenspolitischen Fragen und kulturelle Beiträge zum Thema Krieg und Frieden gibt es auf dem Kröpcke in der Zeit von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr.

Der Vorsitzende der DGB Region Niedersachsen Mitte, Werner Preissner, erklärte: „Wir rufen alle Menschen in der Region Hannover auf, am Oster-Samstag Flagge gegen Krieg und Gewalt und für friedliche Konfliktlösungen zu zeigen. Wir treten ein für eine Sicherheitspartnerschaft in ganz Europa, ausdrücklich auch mit Russland! Wir fordern den Abzug der in Deutschland lagernden Atomwaffen und sind empört, dass die Bundesregierung nun Waffen sogar in Kriegs-und Spannungsgebiete exportiert.“

Für das hannoversche Friedensbüro erklärten Brunhild Müller-Reiss und Agnes Hasenjäger:

„Viele Menschen sind beunruhigt über immer mehr Kriege in aller Welt und befürchten darüber hinaus einen neuen kalten Krieg in Europa, der auch zu einem gefährlich heißen Krieg mit Russland eskalieren könnte. Wir fordern auf zu Kritik und Protest gegen Politiker, die wie Bundespräsident Gauck oder Militärministerin von der Leyen eine stärkere militärische Rolle Deutschlands in der Welt fordern.“

Mit vielfältigen Informationen soll darauf hingewiesen werden, wie auch die Region Hannover verbunden ist mit Kriegsplanungen und Kriegsbeteiligungen, z.B. mit dem Ausbau des Fliegerhorsts Wunstorf zum Luftdrehkreuz für Auslandseinsätze und der neuen Feldjäger-Schule in der Emmich-Cambrai-Kaserne, im weiteren Niedersachsen mit dem Truppenübungsplatz Bergen-Hohne, wo Frau von der Leyen ein Panzer-Bataillon „reaktivieren“ will, und der Rüstungsproduktion von Rheinmetall in Unterlüss. Mit Redebeiträgen und Kultur sollen die Menschen zu Widerstand gegen diese Bedrohung unseres friedlichen Lebens motiviert und aktiviert werden

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Einladung Ostermarsch-Bündnis Ostermarschs 2015

  1. Febr., 19. Uhr im Pavillon, R. 2

‚War starts here – let’s fight it here!‘
In zahlreichen Diskussionen in der letzten Zeit haben wir festgestellt, dass für viele Menschen unsere Friedensanliegen zu abstrakt, zu ‚weit weg‘ erscheinen. Deshalb wollen wir versuchen, Militär, Kriegseinsätze der BW, Kriegsvorbereitungen und eine entsprechende militaristische Struktur bei uns lokal und regional zu verorten.
Entsprechend sieht unsere Planung für den Ostermarsch 2015 inzwischen so aus, dass wir vor Ostern eine ‚Heidewanderung‘ machen wollen (Donnerstag bis Samstag vor Ostern). Dabei wollen wir mit Zug, Fahrrädern und ggf. Autos die unten genannten Orte anfahren und uns dort, so weit wie möglich, mit entsprechenden Gruppen bzw. interessierten Menschen treffen. Wir wollen auch versuchen, verschiedene Aspekte mit einzubeziehen: z. B. Umwelt (Schutz der Heidelandschaft), Erinnerung (Bergen-Belsen), Aktiv gegen Waffenproduktion (Unterlüß), Ausbau der militärischen Infrastruktur (Wunstorf) u. a. Am Sonnabend ist eine Kundgebung in Hannover geplant.

  • Unterlüß Rheinmetall – Waffenproduktion
  • Bergen-Hohne: NATO-Übungsplatz
  • Bergen-Belsen – ehemaliges KZ – Gedenken
    Dann über Hannover (Samstag) zum
  • Fliegerhorst Wunstorf  – Militärflughafen, der derzeitig ausgebaut wird. Im Dezember ist der erste  A400M, ein leistungsstarker Militärtransporter dort gelandet – Aktion
  • Und entweder vor der Fahrt nach Wunstorf oder danach soll hier in Hannover eine Kundgebung sein.   Lasst doch bitte mal hören! Danke!

Um die hier genannten Überlegungen zu konkretisieren oder auch zu verändern, laden wir euch zu einem Bündnistreffen ein: Über eine rege Beteiligung am Bündnistreffen mit vielen Anregungen freuen wir uns!

Friedensbüro Hannover und die DFG-VK Hannover

Friedensnewsletter Hannover Februar 2015

Dass Krieg irgendwann undurchführbar werden wird, ist offensichtlich. Die Frage ist eher das Gegenteil – wann wird sich das Erkennen dieser unvermeidlichen Wahrheit unter den Regierungen und Völkern verbreiten? Wenn die Unmöglichkeit, auf Krieg zurückzugreifen, um internationale Konflikte beizulegen, für alle offensichtlich ist, werden andere Mittel entwickelt werden.
Johann von Bloch (1836-1902), 1898

Liebe Friedensfreundinnen und –freunde

Ende letzten Jahres war es soweit: Stolz verkündeten die Militärs die Ankunft des ersten A400M in Wunstorf. Grund genug, auch über die Ausrichtung der lokalen Friedensbewegung zu diskutieren und endlich das größte Luftdrehkreuz der NATO, welches wenige Kilometer entfernt von Wunstorf entstanden ist. Der Ostermarsch will sich verstärkt den regionalen Orten des Krieges widmen, denn Krieg beginnt hier! Anfang Februar findet dafür ein erstes Vorbereitungstreffen statt, das Friedensbüro hat einen entsprechenden Vorschlag vorbereitet.

Ebenfalls in Hannover findet in diesem Jahr die zentrale Strategiekonferenz der Friedensbewegung “Globale Krisen und Konflikte – Strategien und Handlungsoptionen für die Friedensbewegung” statt. Eine Teilnahme ist gern gesehen. Vielleicht sehen wir uns ja dort.

Ralf Buchterkirchen
für das Friedensbüro und DFG-VK Hannover

PS: Natürlich sehen wir uns auch bei den laufenden Protesten gegen Hagida – das nächste Mal am 6.2. am Opernplatz oder den anderen Demoorten.

Eine layoutete version gibt es im hier

 

Themen:

Termine

Friedenspolitischer Stammtisch – Schwerpunkt Pegida

Ostermarsch 2015

Strategiekonferenz der Friedensbewegung

Termine

  • 01. 19.00 Uhr im Café K., Friedenspolitischer Stammtisch
  • 02. 19.00 Uhr im Café K., Friedenspolitischer Stammtisch “Kobanê ist befreit’ Wie geht es weiter? Was halten wir von UN-Militäreinsätzen?”
  • 02. 19.00 Uhr, Kargah, Mitgliederversammlung der DFG-VK
  • Aktiventreffen ist am 18.2. um 19 Uhr im Haus der Jugend
  • /28.02.2015, Pavillon – Strategiekonferenz der Friedensbewegung

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Friedensnewsletter Mai 2014

Krieg, Krieg, es ist halt doch eine greuliche Sach…
Gustav Meyrink (1868- 1932), Die Erstürmung von Sarajewo

Liebe Friedensfreundinnen und –freunde,

am 8.Mai jährt sich der Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus. Für uns Gelegenheit, aktiv der Opfer des faschistischen Terrors zu gedenken. Wir werden das tun, in dem wir am darauffolgenden Samstag in Hannover Stolpersteine putzen gehen. Um Gedenken und Nachdenken geht es auch im Vortrag zu Männlichkeit und Desertion am Beispiel hannöverscher Soldaten des Zweiten Weltkrieges.

Die Planung friedenspolitischer Aktivitäten wir ein Schwerpunkt der Jahreshauptversammlung sein. Weitere von uns organisierte und uns wichtige Veranstaltungen, sowie ein Rückschau auf den Ostermarsch finden sich in diesem Newsletter. Wir laden alle ein, sich zu beteiligen und etwas gegen die Militarisierung der Gesellschaft und weltweite Krieg zu tun. Das geht nur gemeinsam.

Die Themen im Einzelnen

  • Aufruf zum 1.Mai
  • Stolpersteine putzen
  • Film: TRILEMMA & KIRIK BEYAZ LALELER
  • Veranstaltung Militär und Männlichkeit
  • Ende des 2. Weltkrieges – Befreiung vom Faschismus – Veranstaltungen und Rundgänge in Linden/Limmer
  • Jahreshauptversammlung des Friedensbüros
  • Veranstaltung: Was tun, wenn die Bundeswehr an Schulen kommt
  • Bericht Aktionskonferenz Afghanistan der Friedensbewegung
  • Rückblick Ostermarsch 2014

Termine:

10.05. 10.00 Uhr Kröpcke, Stolpersteine putzen

10.05. 20.30 Uhr Sprengel, Filme TRILEMMA & KIRIK BEYAZ LALELER

14.05. 19.00 Uhr Haus der Jugend, JHV Friedensbüro Hannover

16.05. 19.00 Uhr FzH Linden, Vortrag Militär und Männlichkeit

22.05, 19.30 Uhr Pavillon, Was tun, wenn die Bundeswehr an deine Schule kommt?

30.05. 19.00 Uhr Cafè K, Friedenspolitischer Stammtisch

Hier findet sich eine gelayoutete leser_innenfreundliche Version des Newsletters. Continue reading “Friedensnewsletter Mai 2014” »

Bericht: Ostermarsch 2014 – Was wir uns von Europa wünschen!

Am Ostersonnabend (19. 4. 2014) fand unsere diesjährige Ostermarschaktion ab 12.00 Uhr auf dem Kroepcke statt. Wir hatten uns in diesem Jahr das Thema:

Kritik an dem Europa, wie es sich gerade entwickelt – hin zu dem Europa, das gerecht, friedlich und für Mensch und Natur zukunftsfähig ist!

Als Motto genommen.

Entsprechend hatten wir verschiedene Gruppen/Organisationen/Parteien angesprochen und gebeten, zu diesem Thema einen Infostand und/oder einen Redebeitrag beizusteuern.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
Vor allem bei den Redebeiträgen hatten wir ein breites Spektrum: Von TTIPP (Freihandelsabkommen – das sich so unspektakulär anhört, es aber in Bezug auf den Verlust von Demokratie richtig in sich hat) über das Elend der Textilarbeiter_innen (deren unter Ausbeutungsverhältnissen hergestellten Klamotten wir tragen und entsprechend von ihrer Situation auch ‚profitieren‘), über das Flüchtlingselend an Europas Grenzen und im Innern aller EU-Staaten bis hin zu Krieg und Frieden – wo wir viel Unerfreuliches sagen mussten, das aber auch auf die Formel gebracht werden konnte: Krieg beginnt (auch) hier!

Wir mussten dann feststellen, dass die Zeit gar nicht ausreichte, um all unsere Anliegen differenziert darzulegen!

Aber mit Musikeinlagen – auch zum Mitsingen – haben wir dann zwischendurch ‚Nachdenkpausen‘ geschaffen und mit einem ‚Osterspaziergang‘ bis zum Steintor mit der eindringlichen Samba-Trommelgruppe der GEW auch noch weitere Stadtbesucher_innen angesprochen.

Auf unseren ‚Markplatz‘ zwischen den einzelnen Ständen hatten wir in Originalgröße den Schattenriss einer Euro-Hawk geklebt, um zu demonstrieren, welche Drohnen (u. a.) in Deutschland und anderswo angeschafft werden soll(t)en oder von den USA über Rammstein bereits als Killerwaffen benutzt werden. „Der Schatten des Krieges“, hieß es in einem Artikel der HAZ vom 22. Apr. 2014 sehr richtig.

Wir waren mit unserer Aktion recht zufrieden – wenn wir uns auch mehr Teilnehmende gewünscht hätten! Ungefähr 100 Menschen waren unserem Aufruf gefolgt.

Aber natürlich müssen wir uns auch Fragen stellen: Können wir Menschen anders ansprechen, um Interesse an den für uns alle lebenswichtigen Themen zu wecken? Müssen wir die Themen anders präsentieren? Sollten die Aktionen pointierter, weniger umfassend sein und in kürzerer Form dargeboten werden?

Wir freuen uns sehr auf Kommentare und versprechen auf jeden Fall: Wir werden die traditionellen Friedensaktionen und –themen weiterführen und uns aktuellen Themen so schnell wie möglich zuwenden und uns zu ihnen äußern!

Friedensnewsletter Hannover April 2014

Eines von beiden: entweder ist der Krieg ein Irrsinn, oder aber die Menschen, die diesen Irrsinn begehen, sind gar nicht die vernünftigen Geschöpfe, für die man sie bei uns aus irgendeinem Grunde zu halten pflegt.
Leo Tolstoi, Sewastopol im Mai

Liebe Friedensfreundinnen und –freunde,

Am Sonntag, dem 25. Mai 2014 finden in Deutschland die Wahlen für das EU-Parlament statt.
Beim Ostermarsch 2014 will das Friedensbüro mit befreundeten Gruppen und Organisationen demonstrieren, was WIR, die betroffenen Bürger_innen uns von Europa wünschen.
Dabei wird die Flüchtlingssituation ebenso eine Rolle spielen wie der Einsatz von Überwachsungs- und Kampfdrohnen – das Freihandelsabkommen TTIPP ebenso wie die Diskussion und Durchführung immer wieder neuer Militäreinsätze unter deutscher Beteiligung.
Kommt – diskutiert mit uns – bringt eure Ideen und eure Kreativität ein – wir alle  zusammen können ein gerechtes und friedliches Europa schaffen – nach innen und außen!
Am Ostersamstag, 12 – 16.00 Uhr auf dem Kröpcke!

Wie in den vergangenen Jahren ist das Friedensbüro auch wieder mit einem Infostand auf dem 1.-Mai-Fest des DGB vertreten, um vielfältige Informationen zu Friedensthemen an die KollegInnen zu bringen. Das Fest findet diesmal auf dem Trammplatz statt. Dieser soll bald danach umgestaltet werden. Dabei fällt auch das Deserteursdenkmal weg – zugegeben ist es sehr in die Jahre gekommen. Trotzdem: uns gefiel der Grundgedanke – da ist jemand als Soldat gekommen und geht als Mensch – sehr gut. Ein “neues” Denkmal auf dem Fössefriedhof entspricht nicht unserer Intention, gerade die Provokation im Zentrum war ja das besondere. Wir hoffen deshalb, dass wir unseren Stand in der Nähe des Denkmals durchführen können und es hinterher doch an sichtbarer Stelle erhalten bleibt.

Außerdem möchten wir euch gerne noch auf eine neuen Veranstaltungsreihe des Friedensbüros und Schule ohne Militär hinweisen. In 3 Veranstaltungen soll über konkrete Gegenwehr gegen Bundeswehrpräsenz an Schulen diskutiert und gestritten werden. Zudem ist die Verweigerung von  Soldaten ein Thema einer Veranstaltung.

Die Themen im Einzelnen

  • Ostermarsch 2014
  • Lesecafe am 1.4.
  • Kirschblütenfest am Hiroshimahain
  • Veranstaltungsreihe Schule ohne Militär Hannover
  • Rückblick 8. März
  • Stellungnahme des Friedensratschlages zur Ukraine

Termine:

01.4. 20.00 Uhr Lesecafe, Pavillon

16.4. 19.00 Uhr Aktiventreffen, Pavillon

19.4. 12.00 Uhr Ostermarsch 2014, Kröpcke

25.4. 19.00 Uhr Friedenspolitischer Stammtisch, Café K

01.5. Maikundgebung, Trammplatz

Kritik, Hinweise und Vorschläge bitte an newsletter@frieden-hannover.de.

Ralf Buchterkirchen
für das Friedensbüro und die DFG-VK Hannover

PS: Wie immer findet sich eine gelayoutete leser_innenfreundliche Version des Newsletters hier. Continue reading “Friedensnewsletter Hannover April 2014” »

Ostermarsch 2014

Am Sonntag, dem 25. Mai 2014 finden in Deutschland die Wahlen für das EU-Parlament statt.
Beim Ostermarsch 2014 will das Friedensbüro mit befreundeten Gruppen und Organisationen demonstrieren, was WIR, die betroffenen Bürger_innen uns von Europa wünschen.
Dabei wird die Flüchtlingssituation ebenso eine Rolle spielen wie der Einsatz von Überwachsungs- und Kampfdrohnen – das Freihandelsabkommen TTIPP ebenso wie die Diskussion und Durchführung immer wieder neuer Militäreinsätze unter deutscher Beteiligung.
Kommt – diskutiert mit uns – bringt eure Ideen und eure Kreativität ein – wir alle  zusammen können ein gerechtes und friedliches Europa schaffen – nach innen und außen!
Am Ostersamstag, 12 – 16.00 Uhr auf dem Kröpcke!

oma

Flyer und Plakat zum Download

Europa.Macht.Frieden?

Die EU erhielt den
Friedens-Nobelpreis.

Zu Recht?

Wir denken: Nein!

Die neoliberale Wirtschaftsweise Europas wirkt in vielerlei Weise auf andere Länder ein:

Europäische Exporte – nicht nur Industrieprodukte, auch Überschüsse, unsere Abfälle und unser Sondermüll – schädigen die sich entwickelnde Wirtschaft in vielen Ländern.

Andererseits werden wertvolle Rohstoffe, einfache Industrie- und Landwirtschaftsprodukte nach Europa importiert. Die Wirtschaft der sich entwickelnden Länder wird völlig auf die Bedürfnisse der Abnehmer in Europa und den USA ausgerichtet, nicht auf die Bedürfnisse der Bewohner.

Es ist nicht verwunderlich, dass die so entstehende Not zu Flüchtlingsbewegungen führt, die Europa mit brutaler Gewalt abwehrt – seit 1990 mindestens 20.000 Tote im Mittelmeer.

Aber auch innerhalb Europas ist der Frieden brüchig:

Wirtschaftliche Ungleichgewichte führen zu sozialer Not in den Südländern. Das zur Zeit verhandelte TTIP-Freihandelsabkommen nimmt uns die Souveränität über Schutzregeln gegen Genfood, für Umweltschutz. Während soziale Rechte noch den Einzelregierungen überlassen werden, verpflichten sich alle EU-Staaten zu Aufrüstung von Militär und Überwachungsapparaten.

Alles das ist nicht in unserem Interesse!

Das Friedensbüro lädt ein zu Osteraktionen zum Thema
„Was für ein Europa wollen wir?“

Aktive aus verschiedenen Bereichen können sich  mit Aktionen, Infoständen und verschiedensten Ideen beteiligen an einem kritischen Forum gegen ein neoliberales Europa – von Europa darf nicht mehr ökonomische oder kriegerische, Gewalt ausgehen. Und wir wollen kein rassistisches oder sexistisches Europa. Wir wollen ein sozial gerechtes Europa und damit auch sozialen Frieden.

Vorbereitungstreffen Ostermarsch 2014

11. März – Pavillon  – 19.00 Uhr

Was wir uns von Europa wünschen –  Europa.Macht.Frieden

Das Friedensbüro hat beim letzten Treffen beschlossen, das Thema ‚Europa‘ zum Schwerpunkt des diesjährigen Ostermarsches zu machen. Wie in den vergangenen Jahren bitten wir Gruppen und Initiativen, sich am Ostermarsch zu beteiligen. Wir wollen wieder einen ‚Marktplatz‘ auf dem Kröpcke aufbauen  und es wird Platz sein, sich mit Aktionen, Infoständen und verschiedensten Ideen zu beteiligen.
Dabei denken wir an Freihandelsabkommen ebenso wie an Flüchtlingsfragen (Bollwerk Europa), an auf die Stadt bezogene Aktivitäten (Transition Town) ebenso wie an globale Vorgänge: Energiefragen, Raub von Ressourcen und Militarismus und Krieg.

Und wir wollen kein rassistisches oder sexistisches Europa.
Wir wollen ein sozial gerechtes Europa und damit auch sozialen Frieden.

Also: es ist Raum für viele Anliegen aus den verschiedensten Bereichen!
Helft mit, den Ostermarsch zu einem kritischen Forum mit entsprechenden Forderungen und der Weiterentwicklung von Protesten gegen ein neoliberales Europa zu entwickeln, von dem nicht mehr ökonomische oder kriegerische, Gewalt ausgeht.

Überlegt euch bitte, wie Ihr euch beteiligen könnt – es muss nichts Spektakuläres sein – kann aber!

Ostermarschaktion am Sonnabend vor Ostern, 19. April 2014
auf dem Kröpcke von 11.00  –  16.00 Uhr

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