singender Protest gegen Militärkonzerte

Einladung zum singenden Protest gegen Militärkonzert in Neustädter Hof- und Stadtkirche: „Es ist Krieg – entrüstet euch!“

wie Ihnen bekannt ist, protestierte das Friedensbüro Hannover gemeinsam mit anderen antimilitaristischen Gruppen und Einzelpersonen mehrfach – zuletzt am Ostersonntag 2010 – gegen Konzerte der Bundeswehr in der Neustädter Hof- und Stadtkirche.
Das dort seit 2008 stattfindende Adventskonzert dient u. E. dazu, die Akzeptanz von Militär und Krieg in der Zivilgesellschaft zu erhöhen und reiht sich damit in zahlreiche Versuche der Bundeswehr ein, Ziviles und Militärisches zu vermischen. Neben der Präsenz der Bundeswehr in Uniform in einem Gotteshaus und dem Ausschluss der breiten Öffentlichkeit von dieser Veranstaltung ist es ein Skandal, dass friedlich vorgetragener Protest kriminalisiert wird.

Dagegen regt sich immer größerer Widerstand auch in den Kirchen. Deshalb wird am 1. Dezember 2010 abends auf dem Platz vor der Neustädter Hof- und Stadtkirche ein friedliches Gegenkonzert mit Chor und Bläserchor stattfinden.
Geplant sind „Verleih uns Frieden“ von Schütz, moderne Kirchenlieder und Kanons aus unterschiedlichen Ländern wie Israel und Afrika.
Zu einer Probe mit allen Interessierten sind Sie herzlich eingeladen am 13. November 2010 von 10:00 – 18:00 Uhr im Haus kirchlicher Dienste, Archivstr. 3, 30169 Hannover.
Anmeldungen zu Konzert und Probe bitte per Email an das Friedensbüro Hannover unter aveop@web.de
Ansprechpartnerin im Friedensbüro Hannover e. V. Brunhild Müller-Reiß, Maschstr. 24 in Hannover
Arbeitsfeld Friedensarbeit im Haus kirchlicher Dienste: Klaus Burkhardt
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„Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein!“     
So klar drückte es die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) auf der Vollversammlung 1948 in Amsterdam aus. Bis heute ist dies ein Grundkonsens der 349 Mitgliedskirchen des ÖRK weltweit.
Die „Dekade zur Überwindung von Gewalt“ (2001-2010) wurde vom ÖRK ausgerufen, um der „Logik, dem Geist und der Praxis des Krieges zu widersprechen“ und zu einer  „grundsätzlichen Absage an jede theologische Rechtfertigung von Gewalt“ beizutragen. Dieses Ansinnen hat auch die ev.-luth. Landekirche Hannovers durch den Beschluss der 22. Landessynode vom November 2000 positiv aufgenommen.
„Es ist Krieg – entrüstet Euch!“Jährlich zur Friedensdekade im November führen Kirchen Veranstaltungen und Gottesdienste durch. 2010 steht die Friedensdekade unter dem Motto „Es ist Krieg – entrüstet euch!“ Am 17. November 2010 wird u.a. dazu ein Gottesdienst um 10:00 Uhr in der Marktkirche Hannover stattfinden. Das Motto ist auch Motivation und Aufruf für das friedliche Protestkonzert vor den Neustädter Hof- und Stadtkirche.
V.i.S.d.P.: Friedensbüro Hannover, Maschstr. 24, c/o B. Müller-Reiß

Übergabe der Unterschriftenliste “Kein Militär in Gotteshäusern” am 02.05.2010 erfolgt

Die Unterschriftenliste wurde nicht – wie zunächst geplant – öffentlich während des Gottesdienstes übergeben.

In einem kurzen Gespräch vor dem Gottesdienst weigerte sich die Pastorin der Neustädter Hof- und Stadtkirche vehement, die Listen entgegenzunehmen. Im Fall einer Störung drohten drei Kirchenvorsteherinnen massiv mit “Anzeigen wegen Hausfriedensbruch und einem Polizeieinsatz wie bei der Kirchenräumung im Dezember”.

Mit einer kurzen Ansprache NACH dem Orgelnachspiel wurden die Listen der Pastorin am Ausgang der Kirche – im Beisein mehrerer Orchestermitglieder – überreicht.
Auf Nachfrage wurde bestätigt, dass für den Frühsommer eine Podiumsdiskussion zum Thema Bundeswehr – Afghanistan stattfinden wird und das Friedensbüro mit einbezogen werden soll.

Birgit Stelzmann-Mey

Afghanistan-Veranstaltung der Dreifaltigkeitskirche

Kirchen und der Krieg in Afghanistan

Zunehmend beschäftigen sich kirchliche Gesprächskreise auch mit dem Thema ‘Krieg in Afghanistan’.

So fand am 28. April im Gemeindesaal der Dreifaltigkeitskirche in der List eine spannende Diskussion statt.

Ein Mitarbeiter von Eirene (kirchlicher Friedensdienst) und eine Mitarbeiterin eines Schulprojektes in Afghanistan referierten und diskutierten anschließend mit den Anwesenden. Der angekündigte Soldat kam – ohne Absage – nicht.

Der Saal war voll – leider überwiegend graue Häupter. Das tat der Qualität der Diskussion keinesfalls Abbruch – aber schön wäre ja auch das Interesse junger Menschen! Das Publikum erwies sich als überwiegend kritisch gegenüber dem deutschen, bzw. westlichen Einsatz in Adghanistan, auch wenn zwei anwesende Afghanistan-Polizei-AusbilderInnen z. T. in sehr eurozentrischer bzw. neokolonialer Haltung darüber berichteten, dass ‘die Afghanen’ nicht wirklich die westlichen Werte so schätzten, wie dies gut wäre. Es gab aber gleichzeitig sehr klare Worte für einen “unverzüglichen” Rückzug deutscher Truppen und Hinweise auf die tatsächlichen westlichen Interessen – jenseits aller ‘humanistischen’ Rhetorik.

Von unserer Seite wurde betont, wie sehr wir die intensive Diskussion vor allem auch im kirchlichen Bereich schätzen und dass wir auf jeden Fall Kontakte zu der Kirchengmeinde halten werden.

Bürgermeister Strauch: Hannover steht hinter der 1. Panzerdivision und hinter seiner Patenschaft

Friedenspolitischer Arbeitskreis: Streitgespräch mit Bürgermeister Strauch: Hannover steht hinter der 1. Panzerdivision und hinter seiner Patenschaft.

30 Interessierte waren unserer Einladung für ein Streitgespräch mit Bürgermeister Strauch hinsichtlich der Rolle der Stadt und insbesondere seiner Rolle als Stadtvertreter  im Verhältnis zur 1. Panzerdivision gefolgt..
Interessant, dass  UnterstützerInnen auf der einen und  KritikerInnen von Herrn Strauch auf der anderen Seite (fast)  in zwei getrennten Blöcken Platz nahmen. Entsprechend schwierig war dann auch die Kommunikation:
Was die Einschätzung gegenwärtiger deutscher Militäreinsätze  und Kriegsdienstverweigerung grundsätzlich betraf, schienen die Positionen von uns, den MilitärgegnerInnen und Herrn Strauch gar nicht so weit auseinander zu liegen. Allerdings betonte Herr Strauch die Bedeutung von Kommunikation und dem Verzicht auf Ausgrenzung: Alle Menschen, auch Soldaten, auch das Militär müssten in der Stadt willkommen geheißen werden.

Nun ist Dialogfähigkeit  ja sicher eine demokratische Tugend. Aber führe ich als Kriegsgegnerin  einen Dialog mit einer Institution, die per Definition zum Töten ausgebildet wird? Ich werde wohl kaum die Bundeswehr überzeugen, tatsächlich nur Notdienste bei Überschwemmungen oder im Schulbau  zu erledigen. Das sollten dann  auch besser zivile HelferInnen bei uns und anderswo machen.
Außerdem ist ‚die Politik‘, sind ‚meine‘ VolksvertreterInnen für die Frage von Militäreinsatz verantwortlich: das Parlament und die Regierung.
Aber das entsprechende Ergebnis kennen wir spätestens seit der letzten Einsatzverlängerung und Ressourcenaufstockung für die Bundeswehr.
Mit anderen Worten. Wir haben es nicht mit einer Dialogsituation zu tun, in der wir auf Augenhöhe miteinander verhandeln. Wir haben es mit asymmetrischen Macht-und  Interessenvertretungen und ungleichen Kommunikationsmöglichkeiten zu tun – an der Stelle sind Gespräche von vornherein zum Scheitern verurteilt. Dialoge führe ich mit meinen Mitmenschen  –  im gleichberechtigten Diskurs.

Das Ergebnis des Gesprächs an diesem Abend war denn auch eher dürftig. Aber vielleicht war ein erster Schritt der Annäherung ja, dass Herr Strauch sagte, er würde den Satz, ganz Hannover stände hinter der 1. Panzerdivision, so nicht mehr sagen. Oder war dies nur eine realistische Einsicht?
Und  vielleicht sagt ja Herr Strauch in einem nächsten Schritt, mit ihm als nach wie vor bekennendem Kriegsdienstgegner sei bei der Begrüßung der 1. Panzerdivision  in Zukunft nicht mehr zu rechnen?

Das wäre ein gutes Ergebnis, ein deutliches Signal und dafür würde ich gerne auch weitere Gespräche führen.
Für uns gilt weiterhin: Nicht in unserm Namen!
Keine Patenschaft Hannovers mit der 1. Panzerdivison.

Brunhild Müller-Reiß (Friedensbüro)

P. S. Die Äußerung einer Frau, die Bundeswehr sei zu unserem Schutz da, eben auch zum Schutz unseres Wohlstands, hat mir gut gefallen. Da wurde doch Klartext gesprochen!
Undwir merken: es gibt noch viel zu tun. Packen wir‘ s an.

Nicht in unserm Namen – Kein Militär in Gotteshäusern!

Ostermarschaktion am Ostersonntag, 4. April 2010 vor der Neustädter Kirche:
Nicht in unserm Namen – Kein Militär in Gotteshäusern!

Am Ostersonntag fand von 16.00 – 19.00 Uhr vor der Hof- und Stadtkirche eine Aktion des Friedensbüros im Rahmen der Ostermärsche 2010 statt.

Der Anlass war ein Kantatengottesdienst in der Kirche. Mit Infos, Musik und vor allem persönlichen Gesprächen haben wir versucht, mit den BesucherInnen des Gottesdienstes das Problem von Bundeswehrauftritten in der Kirche zu erörtern: Seit das ‚Adventkonzert‘ der Bundeswehr nicht mehr in der Marktkirche stattfindet, zog die ‚Karawane‘ zur Neustädter Kirche weiter.
Dies finden wir problematisch – ebenso wie einzelne Mitglieder der Kirchengemeinde.
Der Versuch, diese Problematik  den BesucherInnen zu verdeutlichen, scheint uns gelungen. Wir werden die entstandenen Kontakte intensivieren.

Ostermarsch 2010

 

Nicht in unserm Namen!
Keine Militärkonzerte in Gotteshäusern!
Du sollst nicht töten!
Dieses christliche Gebot wird weltweit durch Kriegseinsätze mit Füßen getreten. Auch Deutschland ‚tritt mit‘. Und es wird vor allem in Afghanistan immer deutlicher, dass diese ‚humanitären Einsätze‘ keineswegs Humanität und Zivilisation verbreiten, sondern die Gewaltspirale immer höher schrauben.
„Nichts ist gut in Afghanistan“, sagt Frau Käßmann.
Da der Rückhalt für den militärischen Einsatz in Afghanistan in der Bevölkerung  immer weiter schwindet, versucht die BW gezielt  in wichtige gesellschaftliche Bereiche (Kirche, Gewerkschaften, Schulen etc.) einzudringen und diese zu militarisieren
Wir aber sagen:
> Keine Akzeptanzwerbung in Kirchen für Bundeswehreinsätze!
>Keine moralische ‚Aufrüstung‘ für Soldaten in Kriegseinsätzen!
> Keine Militärkonzerte in Gotteshäusern!
Zur Aktion:

–       Ab 16.00 Infotisch vor der Neustädter Hof- und Stadtkirche, (Calenberger Neustadt) Neustädter Markt.

Infowände Gespräche zur Information für KirchenbesucherInnen eine Stunde vor dem Kantatengottesdienst,

Musik, Stühle etc.: Sammeln von Unterschriften gegen  Militärkonzerte in Gotteshäusern

–        von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr Gottesdienst

–         von  18.00 bis 19.0 0 Uhr:  wieder Gespräche, Musik

„Nicht in unserm Namen“ Streitgespräch mit Bürgermeister Bernd Strauch zur Patenschaft der Stadt Hannover mit der 1. Panzerdivision

Einladung zum Friedenspolitischen Arbeitskreis am 6. April im Pavillon um 19.30 – R. 6:
„Nicht in unserm Namen“
Streitgespräch mit Bürgermeister Bernd Strauch zur Patenschaft der Stadt Hannover mit der 1. Panzerdivision

„Im Namen aller 508.107 Hannoveraner“ begrüßte Bürgermeister Strauch 2008 die Gäste des ‚Sommerbiwaks‘, das die 1. Panzerdivision alljährlich im HCC veranstaltet. Wir sgten damals und sagen auch heute: „Nicht in unserm Namen!“
Die 1. PD mit Stabssitz in Hannover kämpft als Elite-Eingreiftruppe in Afghanistan. Dieser Krieg und jegliche militärische Beteiligung Deutschlands „ist nicht in unserm Namen!“ Wir fordern deshalb die Stadt auf, die Patenschaft mit der 1. Panzerdivision zu beenden.

Wir wollen mit Bürgermeister Strauch ein Streitgespräch führen.

Ø   Welche Haltung haben Sie zu Krieg und Frieden allgemein (Engagement und KDV)?
Ø   Wie schätzen Sie die gegenwärtige Bundeswehr und ihre Einsätze ein?
Ø   Welches ist Ihre persönliche Haltung zu Bundeswehr, 1. PD und Bundeswehrschule?
Ø   Wie gehen Sie als Stadtvertreter mit dem Widerspruch ‚Hannover – Friedensstadt (Patenschaft Hiroshima – Mitgliedschaft bei ‚Mayors for Peace‘) um?
Wie ist es zu verstehen, dass am 1. September 09 Stadt und Gewerkschaften Seite an Seite mit Vertretern der 1. PD in Uniform den ‚Anti-Kriegstag‘ begingen?
Ø   Sehen Sie notwendige Konsequenzen, die aus diesem Widerspruch gezogen werden sollten?

Ø   Welche Konsequenzen sehen Sie für eine Zusammenarbeit der Stadt mit Friedens-Antimilitaristischen Gruppen?

Es haben auch VertreterInnen aus den Gewerkschaften zugesagt, zu dem Streitgespräch zu kommen.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein!

Friedensbüro Hannover e. V.

„Kein Soldat mehr!

 

„Kein Soldat mehr!“ Demonstration gegen die Truppenaufstockung im Afghanistan-Krieg (20. Febr.) – Abstimmung im Bundestag (22.02.10)

Nun ist die Abstimmung über die Aufstockung der deutschen Truppen – wie erwartet – beschlossene Sache!

Dass Herr Guttenberg den DemonstrantInnen im Bundestag eine schlechte Kinderstube vorwarf – geschenkt!

Dass die Aufstockung als ‚Trendwende‘ bezeichnet wurde: eine glatte Lüge!

Dass der Krieg eine weitere Eskalation bedeutet: ein Skandal!

 

Aber immerhin: bei der Partei ‚Die Grünen‘ bröckelt es.

Das ist u. a. auch der zentralen Demonstration  in Berlin am 20. 2. 10 ‚Kein Soldat mehr!‘ zu verdanken.

Wir vom Friedensbüro in Hannover waren dabei – wenn auch nicht sehr zahlreich. Immerhin trafen wir noch einige andere HannoveranerInnen und fühlten uns unter den ca. 1500 Menschen sehr wohl.

Und wir waren dann auch stolz, dass unser Hannover-Schild neben vielen anderen Städte-Schildern vorm Reichstag (Bundestag) deutlich sichtbar zu sehen war:

Hannover fordert– raus aus Afghanistan!

Wir kämpfen – vor Ort und überregional – weiter gegen den Einsatz deutscher Truppen in Afghanistan.

Und gegen kriegerische Einsätze in aller Welt.

Aber auch gegen die Militarisierung der Gesellschaft, wie sie die Bundeswehr in allen gesellschaftlichen Bereichen (Kirche, Gewerkschaften, Stadtgesellschaft etc.) massiv betreibt.

Dies gilt in Hannover speziell auch für unsere Arbeit gegen „Europas schönstes Sommerfest“, das ‚Sommerbiwak‘. Nicht alle HannoveranerInnen stehen hinter der Patenschaft der Stadt mit dem Militärspektakel!

(Brunhild Müller-Reiß)

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