Gedenken an Deserteure vor der Emmich-Cambrai-Kaserne – 15. 5. 2012

Gedenkveranstaltung für die auf dem Gelände der Emmich-Cambrai-Kaserne hingerichteten Deserteure am 15. Mai 2012, 17.00 Uhr (Tag der Kriegsdienstverweigerung)

30 Teilnehmer gedachten heute vor dem Haupttor der Emmich-Cambrai-Kaserne der auf dem Schießplatz der Kaserne hingerichteten Deserteure des letzten Weltkrieges. Die Gedenkveranstaltung umfasste einen Text von Tucholsky, das Verlesen der bisher bekannten Namen der dort erschossenen Deserteure und Auszüge aus Lebensberichten und Briefen eines Deserteurs kurz vor seiner Hinrichtung. Mit dem Niederlegen von Blumen und dem Hinterlassen einer Erinnerungstafel endete die Gedenkveranstaltung. Wir meinen, mit dieser Gedenkveranstaltung und der vorherigen Öffentlichkeitsarbeit den Deserteuren ein würdiges Andenken bereitet zu haben.


In einleitenden Worten wurde aber auch deutlich, dass das Gedenken einen ‚politischen Charakter‘ hatte, wie der Kommandeur der Kaserne richtig vermutete und damit u. a. das Verbot der Veranstaltung auf dem Kasernengelände begründete.
Es ging den VeranstalterInnen darum, mit dem Gedenken die Botschaft weiterzutragen, dass es für eine Welt zu kämpfen gilt, in der niemand mehr wegen des Verweigerns des Kriegsdienstes sterben muss. Die Kaserne mit ihrer militaristischen Tradition und der Ausbildung von Feldjägern für Aufstandsniederschlagung in aller Welt ist für uns nicht nur ein ‚historischer Ort‘, sondern auch Teil des gegenwärtigen Militarismus: gegen Kriege in aller Welt! Gegen die deutsche Beteiligung an vielen dieser Kriege!

Bundeswehr verschleppt Entscheidung. Friedensinitiativen wollen den in Hannover hingerichteten Deserteuren des Zweiten Weltkriegs am Ort der Hinrichtung würdig gedenken.

Anfang März wandten sich der Verein Friedensbüro Hannover e.V. und die Initiative für ein Deserteursdenkmal in Hannover gemeinsam an die Feldjägerschule der Bundeswehr. Ziel der Anfrage war es, am 15. Mai 2012, dem Internationalen Tag des Kriegsdienstverweigerers, auf dem Gelände der Emmich-Cambrai Kaserne würdevoll denjenigen zu gedenken, die dort als Deserteure oder Wehrkraftzersetzer durch die NS-Militärjustiz hingerichtet wurden. Unser Interesse ist es, denjenigen angemessen zu gedenken, die sich der Nazi-Diktatur und ihrem Angriffskrieg verweigerten und widersetzten.

Wie inzwischen nachgewiesen, wurden auf dem Gelände, auf dem sich heute die Feldjägerschule der Bundeswehr befindet während der Nazi-Diktatur Menschen standrechtlich erschossen. Sie wurden von der NS-Militärjustiz wegen „Fahnenflucht“ oder „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt. Für 15 Soldaten der Wehrmacht ist dies belegt (Buchterkirchen, 2011), aktuelle Schätzungen gehen von bis zu 43 Soldaten aus (Trolp, 2010). » Weiterlesen

Rüstungsproduktion in Deutschland

Dienstag, 8. Mai 19.00 Freizeitheim Linden „Deutsche Waffen, deutsches Geld. Rüstungsproduktion in Deutschland“ Referent: Lüer Henken Wir erwarten Infos zur Rüstungsproduktion, welche Firmen in diesen Geschäftsfeldern tätig sind, was sie herstellen, neue Entwicklungen usw. Eng verbunden ist damit der politische Einfluss, den sie demzufolge ausüben.


Aktuelle Termine

Mittwoch, 18.4.12 19 Uhr Haus der Jugend: Aktiventreffen

Freitag, 27.4.12 19 Uhr Café K (oder falls geschlossen Exil gegenüber) Friedenspolitischer Stammtisch

Dienstag, 1. Mai haben wir wieder einen Stand auf dem Maifest auf dem Klagesmarkt

Freitag, den 4.5.2012 18.00 Kino im Künstlerhaus, Sophienstr.
Film: „Generation Kunduz“ – über Jugendliche in Kunduz  mit Gespräch mit dem Regisseur

Dienstag, den 8. Mai 2012, Friedenspolitischer Arbeitskreis, 19.00 Freizeitheim Linden (Windheimstr. 4)

Deutsche Waffen, deutsches Geld – Rüstungsproduktion in Deutschland, Referat von Lüer Henken, Bremen

Antimilitaristischer Ratschlag

Wir (Antimilitaristischer Aktionskreis)  möchten  Euch zum ‚Antimilitaristischen Ratschlag‘ einladen. Dieser findet am 11. Februar von 10.00 – 18.00 Uhr im Kargah statt. Da wir gerne mit allen Interessierten aus dem antimilitaristischen/Friedensbereich diskutieren wollen, was vor allem im letzten Jahr gemacht worden ist und wie wir unsere Arbeit für das kommende Jahr gemeinsam verbessern können, freuen wir uns besonders über zahlreiches Erscheinen aus diesem Bereich.
Da wir aber finden, dass Antimilitarismus im Zusammenhang mit Gewerkschaftsarbeit, ‚Eine-Welt‘-Arbeit, Umwelt und Finanzproblemen, mit Genderfragen etc. etc. gesehen werden muss, würden wir es sehr begrüßen, viele in diesen Bereichen Arbeitende ebenfalls begrüßen zu dürfen.

Den Aufruf gibt es hier

Die Eroberung der Schulen: Wie die Bundeswehr in Schulen wirbt

Mittwoch, 8. Februar, 19.00 Uhr, im Pavillon (Hannover, Lister Meile 4)

Nie zuvor war die Bundeswehr mit einer solchen Intensität in der Öffentlichkeit präsent, um für sich und ihre Militäreinsätze zu werben. Außer z. B. auf Messen und Berufsinformationstagen betreibt die Bundeswehr dabei selbst an Schulen aggressive Werbung. Dazu kommen Jugendoffiziere und Wehrdienstberater an die Schulen oder werden bereits Vierzehnjährige klassenweise in Kasernen geholt. Die Bundeswehr erstellt für LehrerInnen eigens Unterrichtsmaterialien und schaltet in SchülerInnen-Zeitschriften Anzeigen. Schulen haben aber den Auftrag demokratischer Erziehung und dürfen nicht dem –,Werben fürs Sterben‘ dienen.

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/Michael Schulze von Glaßer, Autor des Buches „An der Heimatfront — Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchswerbung der Bundeswehr“, informiert über die aktuellen Werbestrategien der Bundeswehr und problematisiert, wie durch die Bundeswehr die demokratische freie Willensbildung an Schulen nach und nach ausgehöhlt wird. Neben der Information wird reichlich Zeit zum Gedankenaustausch bleiben.//Veranstaltet vom Bündnis Schule ohne Militär Hannover (www.schule-ohne-militaer-hannover.de). /

Demonstration 3.12. – Fahrt ab Hannover möglich

Demonstration am 3. Dezember in Bonn für den Abzug aller Truppen aus Afghanistan: www.afghanistanprotest.de
Bus aus Hannover: um 7.00 vom ZOB (etwa um 20.00 zurück in Hannover)

Fahrkarten gibt es im Annabee-Buchladen und in den Büros der LINKEN Goseriede 8 (Tel. 444019) und Kötnerholzweg 47 (Tel. 44981865) und bei Aktiven der Friedensbewegung. Durch Spenden von LINKEN-Bundestagsabgeordneten ist es möglich, dass niemand aus finanziellen Gründen nicht mitkann – den Preis kann jeder zwischen 5 – 25 € selbst festlegen.

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