mahnwache 9.01.08

 

Wir wollen: Nicht länger schweigen!

Wir bitten die Menschen Hannovers, nicht mehr länger zu schweigen! Schließen Sie sich unserem Protest an!

‚Eingreifen und Handeln’ kann aber nicht heißen: die Schuld in der Entwicklung in der Region „eindeutig und ausschließlich“ der Hamas zuzuschreiben, wie dies Kanzlerin Merkel getan hat. Diese Behauptung ist mit Fakten zu widerlegen und stellt eine Unterstützung der kriegerischen Politik Israels dar:
Wir beziehen uns auf die Presserklärung der ‚Internationalen Liga für Menschenrechte’ v. 30. 12. 08:
Das gegenwärtige Blutbad ist u. a, die Folge der Nichtakzeptanz einer gewählten palästinensischen Regierung und einer verschärften Politik der Selbstjustiz und Gewalt im Gazastreifen. Die offen verkündeten Ziele der israelischen Regierung sind:

Härteste Kollektivstrafen gegen Mitglieder und Anhänger von Hamas sowie Sturz der von der Hamas gestellten Regierung. Das internationale Recht verbietet beides: Sowohl Kollektivstrafen als auch die Einflussnahme auf die politische Selbstbestimmung eines anderen Landes.“

Hamas hatte vor Ablauf der mit Israel vereinbarten Waffenruhe am 19. Dezember 2009 erklärt, eine Waffenruhe sei angesichts der Blockade des Gazastreifens nicht mehr möglich.

Dies führte zu keiner Reaktion Israels, der EU, der USA

Nach Tagen des Luftkrieges ist die israelische Armee jetzt auch mit Bodentruppen in den dicht besiedelten Gazastreifen eingedrungen. Eine humanitäre Katastrophe mit vielen Toten und Verletzten  findet statt.

Die Weltöffentlichkeit wird Zuschauerin der brutalen Vergewaltigung einer ganzen Zivilbevölkerung von 1,5 Millionen Menschen, während der Waffengang die Sicherheit der Menschen im Nahen Osten und im Süden Israels und die gesamte Region des Nahen Ostens immer stärker gefährdet.

Allerdings kann die Kritik am israelischen Vorgehen kein Freispruch für die Politik der Hamas sein, die mit ihren Raketenangriffen die Bevölkerung Israels in ständige Angst versetzt. Damit trägt sie auch dazu bei, dass die israelische Bevölkerung dem militärischen Vorgehen ihrer Regierung in weitem Maße zustimmt.

Mit der ‚Deutschen Sektion der European Jews for a just Peace’ und der israelischen Friedensbewegung erklären wir: Probleme können nicht durch systematische Ermordung und Tötung der Gegner gelöst werden! Hass gebiert Hass, Gewalt erzeugt neue Gewalt und Wut!

Ø  Für einen sofortigen Waffenstillstand

Ø  Für einen sofortigen Stopp der Waffengewalt auf beiden Seiten!

Ø  Zurück an den Verhandlungstisch!

Ø Für die Ermöglichung aller humanitären Hilfen für die Zivilbevölkerung in Gaza.

Mahnwache am 9. Januar von 16.00 bis 17.00 am Kröpcke

Friedenswoche Hannover & Deutsche Friedensgesellschaft-VereinigteKriegsdienstgegnerInnen – Gruppe Hannover

 

Kundgebung 1.12.08

Das Friedensbüro ruft gemeinsam mit dem ‚Antimilitaristischen Aktionskreis’ zu einer 

Kundgebung am 1. Dezember von 18.00 – 20.00 vor der Neustädter Hof- und Stadtkirche (Calenberger Neustadt) auf. 

Treffpunkt ist: Calenberger Str./Ecke Archivstr.

Der Anlass der Kundgebung ist ein Militärkonzert der 1. Panzerdivision in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis.

Im letzten Jahr gab es Proteste gegen das Militärkonzert in der Marktkirche. Antimilitaristinnen kritisierten den ‚Schulterschluss zwischen Militär und Kirche’. Sie erklärten, dass die Kirche sich entscheiden müsse, den Krieg als Mittel politischer Auseinandersetzung im Sinne des ‚Du sollst nicht töten!’ ernst zu nehmen, oder, wie in vergangenen Jahrhunderten, ‚mit Gott auf allen Seiten’ die Kämpfenden zu segnen.

Weil die Marktkirchengemeinde in diesem Jahr nicht bereit ist, ihre Kirche einem Militärkonzert zur Verfügung zu stellen, das nur durch massiven Polizeieinsatz  durchgeführt werden kann, soll das Konzert in der Neustädter Kirche am 1. Dezember um 19.00 stattfinden.

Die Gemeinde der Neustädter Kirche hat mit dem Hans-Lilje-Forum ein eher enges Verhältnis zur Bundeswehr. Mit einer Veranstaltungsreihe ‚Den Frieden neu denken?’ wurde mehr oder minder deutlich das Konzept: ‚Frieden durch Einsatz des Militärs’ zu erreichen, vertreten.

Der Neustädter Hof, der Platz vor der Kirche, ist der Bundeswehr für die fragliche Zeit von der Stadt zur Sonderbenutzung (Parken der Bundeswehrbusse) zur Verfügung gestellt worden. Wir halten dieses für einen Skandal: Wer hat hier an welchen Stellen das ‚Hausrecht’? Die Kirche? Die Stadt? Das Militär? Sollen die Busse die KundgebungsteilnehmerInnen optisch und akustisch von der Kirche fernhalten?

Wir werden uns trotz des Versuchs, uns vom direkten Ort des Geschehens fernzuhalten, für die BesucherInnen des Konzerts bemerkbar machen.

Keine Feier mit der Bundeswehr

Am 22.08.2008 wird die 1.Panzerdivision sich wieder gemeinsam mit der Stadt beim Sommerbiwak im Stadtpark feiern.

Selbstverständlich ohne uns: Wir protestieren gegen diese Veranstaltung mit:

! Nach Kündigung des Lister Turms durch die Stadt Hannover –  neuer Ort für das Friedensbiwak!

– Kundgebung ab 17.00 Uhr vor dem Stadtpark

– 19:00 Uhr Demonstration

– 20:00 Uhr Friedensbiwak mit verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern im Pavillon, Raschplatz

– ab 22:30 Demo und Abschlusskundgebung vom Lister Turm zum Stadtpark

Veranstalter ist der Antimilitaristische Aktionskreis Hannover unterstützt unter anderem vom Friedensbüro Hannover.

Genauere Infos und den Aufruf gibt es in den nächsten Tagen hier.

Wessen Freiheit wird am Hindukush verteidigt?

Veranstaltung mit Ellen Diederich, Internationales Frauenfriedensarchiv Fasia Jansen e.V. Oberhausen
Donnerstag, 10. April 2008, Beginn 19.30 Uhr verdi-Höfe Hannover Goseriede 10–12 Veranstaltungsbereich »Rotation«
Veranstalter: Friedensbüro Hannover e.V., Rosa Luxemburg Bildungswerk Niedersachsen, ver.di-Bildungswerk, Bündnis für die Zukunft; unterstützt vom DGB Region Niedersachsen Mitte

Die USA und die NATO wollen, dass deutsche Soldaten sich auch an Kampfeinsätzen in Afghanistan beteiligen. Was für ein Krieg ist das? In diesem Jahr befindet sich Afghanistan seit 30 Jahren im Krieg. Von den geschätzten 16 Millionen Afghanen Ende der siebziger Jahre wurden mehr als zwei Millionen in dem Widerstandskampf gegen die sowjetischen Besatzer und später im Bürgerkrieg umgebracht. Fünf Millionen Menschen sind in Flüchtlingslager in den Iran und nach Pakistan geflohen.

Die Lage der Frauen in Afghanistan war und ist grauenvoll: Den Frauen wurde und wird das Recht auf Bildung versagt, sie sind weitgehend aus dem Berufsleben ausgeschlossen, die Mädchenschulen geschlossen. Das Recht auf Reisen, auf Rechtsbeistand, auf Gesundheit wird verwehrt, war nur ein männlicher Arzt im Chirurgenteam, konnte die Operation nicht stattfinden. Die Aussage
einer Frau galt nur die Hälfte des Zeugnisses eines Mannes. Ehebruch wurde und wird mit Steinigung bestraft. Die Alphabetisierungsrate bei den Frauen beträgt 5%. Alles dies ist von der internationalen Frauenbewegung seit langem angeklagt worden. Wir forderten Asyl für Frauen aus Afghanistan aus diesen Gründen. Keines der Länder, die den Krieg führen, hat dem zugestimmt. Stattdessen wurden und werden in diesem Krieg Frauen instrumentalisiert, indem gesagt wird, der Krieg wird auch um Frauenbefreiung geführt. Frauen befreit man also, in dem man ein Land mit Landminen bepflastert, Streubomben abwirft, Uranmunition, die bleibende Schäden auf viele Generationen bewirken, massenweise einsetzt?
Afghanistan hat »das Pech«, große Ressourcen wie Gasvorkommen zu haben, an denen die G8 Länder Interesse haben. Die Global Players sind zu einem Amoklauf gestartet, um die letzten Märkte, Investitionsfelder und Ressourcen der Welt so hemmungslos und ausgiebig und so lange wie noch möglich auszubeuten. Der Name dieses Projektes im zivilen Bereich heißt WTO, also Welthandelsorganisation, bzw. Freihandel weltweit, unterstützt vom Internationalen Währungsfonds, der Weltbank und den transnationalen Konzernvereinigungen. Im militärischen Bereich sind es die US-amerikanischen Kriegskräfte und die NATO. Daneben besteht für Afghanistan das strategische Interesse konkurrierender Multis und Staaten in dem Ansinnen, eine Pipeline durch das Land zu bauen, um die großen Öl- und Gasvorkommen aus Mittelasien bis an das Arabische Meer nach Indien und Pakistan zu führen.
Diese Entwicklung und Profit versprechende Länder Süd- und Südostasiens haben großen Bedarf an den Ressourcen aus Mittelasien.
Ein anderes ökonomisches Interesse an der Region, das eine erhebliche Rolle spielt, ist der Heroinhandel. Etwa 200 Milliarden
Dollar aus dem Heroinhandel werden aus der Produktion in der Region um Afghanistan umgesetzt. Die Milliardenumsätze
im Drogenhandel werden in das westliche Bankensystem geschleust. Die meisten großen internationalen Banken waschen, zusammen mit ihren Tochtergesellschaften in den Steuerparadiesen, große Mengen von Drogendollar. Der internationale
Drogenhandel ist vom Umfang her mit dem internationalen Ölhandel vergleichbar.
Die Friedensbewegung fordert: . . . in Übereinstimmung mit zahlreichen humanitären Organisationen, die sich stets für eine strikte Trennung von zivilen und militärischen Maßnahmen ausgesprochen haben, eine radikale Änderung der deutschen Afghanistan-Politik. Hilfe kommt nicht von Tornados oder aus Bomben und Raketen. Hilfe kommt allein von zivilen Maßnahmen, die heute schon erfolgreich in Gegenden durchgeführt werden, wo sich keine Besatzungstruppen befinden, wie beispielsweise die »Kinderhilfe Afghanistan« immer wieder betont. Mit dem Geld, das für eine Tornado-Flugstunde ausgegeben wird, könnte in
Afghanistan eine ganze Schule errichtet werden. Die afghanische Ärztin Azadine sagt, was für sie Frieden in ihrem Land bedeutet:
»Für uns Frauen in Afghanistan bedeutet Frieden, dass die Länder, die uns seit 30 Jahren nichts als Krieg, Minen und Tote, Hunger, Krankheiten und Vergewaltigungen gebracht haben, ihre Minen, Waffen und Soldaten nehmen, das afghanische Volk um Vergebung bitten und gehen. GEHEN

Friedensratschlag am 1./2. Dezember

Das Programm zum 14. Friedenspolitischen Ratschlag der AG Friedensforschung an der Uni Kassel am 1./2. Dezember kann sich wieder einmal sehen lassen.

Es gesondert zu "bewerben", hieße Eulen nach Athen tragen.

Wer die "Ratschläge" kennt, kommt immer gern wieder, wer zum ersten Mal kommt, wird es nicht bereuen. Das Programm kann hier heruntergeladen werden: http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/rat/2007/programm2007.html
Oder hier als pdf-Datei: http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/rat/2007/programm2007.pdf

Gedenken an die hingerichteten Deserteure

Sonntag, 18.11.2007 Hannover: Gedenken an die hingerichteten Deserteure, Mahnwache mit den Namen der Deserteure in/aus Hannover, Blumen für die Deserteure dürfen mitgebracht werden. Beginn: 12.30 Uhr, Gedenkstätte Aegidienkirche Veranstalter: DFG-VK Hannover

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