Di 5.2.2019 Ostermarsch-Vorbereitung

Die Bündnispartner zur Vorbereitung des Ostermarsches (Vormerken: am 20.4., also Ostersamstag) treffen sich am Dienstag, 5. Februar um 19.00 im Pavillon. Hauptthema ist die verabschiedung des Aufrufs zum Ostermarsch, aber auch eine Menge anderer organisatorischer Probleme muss angegangen werden.

Reden beim Ostermarsch 2018 in Hannover online

31.03.2018 Ostermarsch 2018 Hannover
alle Reden

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Ägidienkirche: Gisela Fähndrich ist ehemalige Superintendentin und sprach als Vertreterin des Antikriegshauses Sievershausen

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Ägidienkirche: Steffen Marklein: Vertreter des Arbeitskreises „Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung der evangelischen Kirchen in Niedersachsen“

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Steintor: Birte Vogel ICAN ( International Campaign to Abolish Nuclear Weapons) – leider fehlt die erste Minute

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Steintor: Ralf Buchterkirchen ist Bundessprecher_in der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen) Redemanuskript

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Steintor: Hanni Gramann Attac

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Steintor: Ayfer Karaman vom Frauenrat Ronahi

Ostermarsch 2018 am 31.3.2018

10:30 Kröpcke: Start
11:00 Aegidienkirche: Auftaktkundgebung
anschließend Demonstration
12:00 Steintor: Kundgebung und Infomarkt – Musik, Informationen, Sketche

Es rufen auf: Friedensbüro Hannover, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegs-dienstgegnerInnen (DFG-VK) Hannover, Hiroshima-Bündnis, ver.di Ortsverein Hannover, attac Hannover, Arbeitskreis „Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung der ev. Kirchen in Niedersachsen“, Stadtjugendring Hannover, IPPNW Studi-Gruppe Hannover, NAV-DEM Hannover, Ronahi kurd. Frauenrat, DIDF Hannover, Palästina-Initiative, VVN/BdA Hannover, Die Linke.Region Hannover, Die Linke.SDS, solid, DKP Kreisvereinigung Hannover, SDAJ Hannover, Initiative „Kein Militär mehr“, Friedenskreis St. Jakobi
Plakat OMA18
OMA18-Flyer-pdf

Ostermarsch-Vorbereitung 7.02.2018

Wie in den Vorjahren werden wir den Ostermarsch am Ostersamstag – 31.03.2018 – durchführen.
Wir treffen uns mit Bündnispartnern zur Vorbereitung
am Mittwoch, 7.02. um 19.00 im Haus der Jugend, Galerie im Cafe NANA – Erdgeschoß.
Den Aufruf haben wir beim vorigen Mal beschlossen.
Diesmal müssen wir das Plakat verabschieden und über RednerInnen und KünstlerInnen beraten und beschließen.

1. Bündnistreffen zur Vorbereitung des Ostermarsches 2018

Datum: 29. Nov. 2017 um 19.00 Uhr
Ort: Raum 101 im Haus der Jugend – Maschstr.22-24

Liebe Leute! Liebe Freundinnen und Freunde!
Das Friedensbüro und die DFG-VK Hannover laden hiermit zum 1. Bündnistreffen zur Vorbereitung des Ostermarsches 2018 ein.

Wir haben uns im letzten Jahr sehr darüber gefreut, dass wir in einem funktionierenden Bündnis arbeiten konnten und denken, dass der Ostermarsch mit euch zusammen ein Erfolg war.
Aber sicher lässt sich noch Vieles verbessern und wir hoffen, dass wir noch weitere Bündnisprtner_innen dazu gewinnen können.
Wir versuchen in diesem Jahr auch sehr gezielt, junge Menschen mit ihren besonderen Ideen, ihrer besonderen Sichtweise und neuen und anderen Aktionsformen einzubeziehen. Wir hoffen sehr, dass uns das gelingt. Dabei kann es sich um einen Jugendblock handeln, neue alternative Aktionsformen und der Anlage des gesamten Ostermarsches )(Musik, Beiträge etc.)
Unsere bisherigen Überlegungen zu den Inhalten des kommenden Ostermarsches umfassen folgende Bereiche: Militarismus und Krieg; Rechtsentwicklung und Nationalismus (AfD etc.); Atomwaffen und deren Abschaffung; Globalisierung.
Das Alles ist aber noch nicht in Stein gemeißelt – wir werden beim 1. Treffen ein Diskussionskonzept dazu vorlegen.
Wir hoffen auf euer Interesse und freuen uns auf eure Teilnahme. Über eine Rückmeldung würden wir uns freuen.
Für das 2. Bündnistreffen haben wir bisher den 5. Dezember vorgesehen – Das würden wir aber gern mit euch direkt absprechen.

Mit herzlichen und solidarischen Grüßen
Für das Friedensbüro Hannover
Agnes Hasenjäger
und die DFG-VK Hannover
Brunhild Müller-Reiß

Ostermarsch 2018 – Planung mit Jungen

Mittwoch, den 8.11. 19 h Café Bar Celona (gegenüber vom Pavillon)

Hallo, liebe Leute aus den verschiedenen Bereichen der Jugendarbeit – oder politisch aktiv als junge Erwachsene!

Für das Friedensbüro Hannover und die DFG-VK Hannover steht die Planung des Ostermarsches 2018 vor der Tür. Beim letzten Ostermarsch im März dieses Jahres waren deutlich mehr junge Menschen unter den Teilnehmenden – dennoch fremdeln Viele nach wie vor mit der Ostermarschidee. Wir können dies verstehen; für Viele kommt der ‚Ostermarsch‘ eher ‚altbacken‘ und auf Grund seines Namens vielleicht auch eher ‚militaristisch‘ daher. Es gab im Anschluss an den letzten Ostermarsch auch Kritik: das Konzept, die Musik etc. seien doch zu wenig auf junge Menschen abgestimmt gewesen.

Wir freuen uns über jede Kritik, halten den Ostermarsch – zumal in dieser weltweit unfriedlichen Zeit mit Bundeswehreinsätzen, dem Werben der Bundeswehr in Schulen und auf Messen und in der Öffentlichkeit und ungedrosselten Rüstungsexporten (etc. etc.) aber für sehr wichtig. Auch, wenn er in seinen Anfängen bereits aus den 1950er Jahren stammt: Wir glauben, dass die Tradition des Ostermarsches Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und aus unterschiedlichen Milieus zusammenbringen kann.

Der nächste Ostermarsch wird am Samstag, dem 31.3.18 stattfinden. Wir haben letzte Woche mit den Vorbereitungen begonnen und wir würden gerne interessierte junge Menschen und Jugendgruppen einladen, das Motto mit festzulegen und am 31.3. dabei zu sein, sei es als Jugendblock oder mit einer eigenen Aktion oder vielen eigenen Aktivitäten vor Ort oder irgendwo im Stadtbereich. Für die, die wenig vom Ostermarsch und seiner Geschichte wissen, geben wir auch gern Informationen weiter.

Wir haben in den letzten Jahren versucht, das Thema ‚Krieg beginnt hier‘ (z. B. Truppenübunsplatz Lüneburger Heide; Fliegerhorst Wunstorf; Rüstungsstandort Rheinmetall in Unterlüss) ebenso mit aufzunehmen wie das Thema Globalisierung – verbunden mit der Flucht von Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen in ihrer Heimat keine Bleibe mehr haben. Im letzten Jahr hatten wir das Motto: „Kriege stoppen – Fluchtursachen beseitigen“ und in diesem Jahr „Es-geht-auch-anders-investieren-in Frieden-und-Gerechtigkeit-nicht in Waffen-und-Kriege“.

Als erstes Treffen für „Junge Erwachsene“ – über das allgemeine Bündnis hinaus – haben wir Mi, den 8.11. 19 h vorgesehen; Café Bar Celona, gegenüber vom Pavillon. Wir würden dann gern mit euch über eure Ideen und Vorstellungen sprechen – und vielleicht können wir einen autonom/gemeinsamen antimilitaristischen Ostermarsch planen.
Wenn Euch der Termin nicht passt, meldet Euch bitte trotzdem. Zu der Verleihung des Friedensnobelpreises an ICAN www.icanw.de, einer Organisation i. W. junger Menschen, die kontinuierlich und intensiv für ein Atomwaffenverbot arbeiten, wollen wir eine öffentliche Aktion am Sa, dem 18.11. machen (Thema vielleicht: ‚Auch du kannst Nobelpreisträger_in werden‘, zu der wir noch Informationen und Einladungen verschicken. Auch dort können wir am Rande über Alles reden.

Über eine Rückmeldung (auch einen Zwischenstand) würden wir uns sehr freuen.

Herzlich und solidarisch
Für das Friedensbüro Hannover und die DFG-VK Hannover
Brunhild Müller-Reiß
www.frieden-hannover.de
Tel.446482

Friedensnewsletter Juni 2017

„Das spanische Ringen ist der Kampf der Reaktion gegen das Volk, gegen die Freiheit. Auf dem Wandgemälde, an dem ich arbeite und das ich Guernica nennen werde, und in all meinen letzten Werken, bringe ich deutlich meine Abscheu vor der militärischen Kaste zum Ausdruck, die Spanien in einen Ozean von Leid und Tod versenkt hat.“
Pablo Picasso

Liebe Friedensfreundinnen und-freunde,

Kurz vor Beginn des Sommerloches melden wir uns noch einmal mit einem sehr bunten Newsletter zu Wort.

Wir blicken zurück auf den Ostermarsch 2017 und Aktionstage gegen Rheinmetall in Unterlüß.
Im Rahmen der G20-Proteste werden auch DFG-VK und Friedensbüro mit einer antimilitaristischen Fahrradtour Akzente setzen. Teilnahme am 17.6. ist sehr gern gesehen.
Die Kampagne MACHT FRIEDEN wendet sich gegen den Umzug deutscher Soldaten anch Jordanien, wir dokumentieren hier die PM.

Im Rahmen des Newsletters wollen wir noch auf ein anderes Thema aufmerksam machen: Am 26.4. vor 80 Jahren fand die Bombardierung der baskischen Kleinstadt Gernika statt. Franquistische Bomberpiloten, darunter Deutsche ausgebildet in Wunstorf legten die Stadt in Schutt und Asche. Das Bild Picassos machte es zu einem weltweiten Symbol. In Wunstorf weigern sich Stadt und Bundeswehr noch immer, endlich die Straße, die nach dem Geschwader Boelcke benannt wurde umzubenennen und die JU-52 Halle in einen angemessenen historischen Kontext zu stellen. Jetzt will die Bundeswehr auf dem Militärgelände einen Gedenksein errichten. Warum wir das nicht gut finden erklären das ver.di-Bildungswerk, der AK Regionalgeschichte und der Verein Baskale aus Bilbao in Statements, eingerahmt von einer kurzen Einführung. Eine Gruppe aus Hannover und der Region war zum Gedenkjubiläum in Gernika. Diesen Newsletter illustrieren Bilder von der Reise.

Ich hoffe, wir sehen uns alle am Samstag, 11 Uhr auf dem Küchengartenplatz

Die Themen in Einzelnen:

Eine layoutete Version des Newsletters findet sich hier.

 Termine

  • Treffen der DFG-VK Hannover, 13.6.2017, 19. Uhr Kargah
  • Jahreshauptversammlung: Mittwoch, 14.6. um 19 Uhr im Haus der Jugend, Maschstr. R.101
  • Antimilitaristische Fahrradtour, 11 Uhr, Am Küchengartenplatz
  • Aktiventreffen: Mittwoch, 21.6. um 19 Uhr im Haus der Jugend, Maschstr
  • Offenes Friedenspolitisches Treffen: Freitag, 30.6. um 19 Uhr im Café K, Haltestelle Nieschlagstr. (falls geschlossen im Shandiz gegenüber)
  • Friedenspolitischer AK: Dienstag, 4.7. um 19 Uhr im Pavillon
  • Mitgliederversammlung der DFG-VK Hannover am 11.7., 19 Uhr, Kargah

Rede von Hermann de Boer beim Ostermarsch 2017 in Hannover

Rede beim Ostermarsch in Hannover am 15.4.2017

Hermann de Boer, Vorsitzender des Arbeitskreises Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung der Konföderation ev. Kirchen in Niedersachsen

 

Liebe Friedensfreundinnen, liebe Friedensfreunde!

Es gibt keinen Frieden ohne Gerechtigkeit. „Die einzig mögliche Grundlage für einen dauerhaften Frieden ist Gerechtigkeit.“ (Seoul 1990) So hat der Ökumenische Rat der Kirchen vor mehr als 25 Jahren formuliert. Der biblische Begriff SCHALOM meint einen umfassenden Frieden, einen Frieden in Gerechtigkeit: „Der Gerechtigkeit Frucht wird Friede sein.“ (Jes. 32,17). So heißt es beim Propheten Jesaja.

Ich spreche hier für einen Arbeitskreis der evangelischen Kirchen in Niedersachsen. Nach unserer Überzeugung gehören Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung untrennbar zusammen. Die Kirchen haben dafür den Leitbegriff des gerechten Friedens entwickelt. Unsere Vision ist eine Welt, in der alle Menschen Zugang zur Fülle des Lebens haben, in der alle Menschen in Würde leben können, unabhängig von Klasse, Geschlecht, Religion oder ethnischer Zugehörigkeit. Nur so ist Frieden möglich. Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit müssen zur treibenden Kraft werden für die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Erde.

Darum sagen wir Nein zur fortschreitenden Ausbeutung von Mensch und Natur. Darum treten wir ein für eine gerechte Teilhabe aller Menschen und Länder am Reichtum der Welt.

 

Von einem gerechten Frieden sind wir allerdings weit entfernt, solange die Kluft zwischen Arm und Reich weltweit ständig wächst. „Unsere Welt war nie wohlhabender und gleichzeitig ungerechter als heute.“ (Busan 2013) Während eine verschwindend kleine „Weltelite“ unvorstellbaren Reichtum anhäuft, leben mehr als 1,4 Milliarden Menschen in extremer Armut. Etwas läuft grundlegend falsch, wenn die acht reichsten Männer der Welt mehr Vermögen besitzen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung, mehr also als 3,6 Milliarden Menschen! (Oxfam 2016)

Diese Ungleichverteilung des Reichtums ist in den letzten Jahrzehnten als Folge einer neoliberalen Politik dramatisch gestiegen. Eine Wirtschaft, die eine extreme Ungleichheit der Einkünfte und der Lebenschancen fördert, eine Wirtschaft, die immer mehr Menschen ausschließt und wie Abfall behandelt, eine solche Wirtschaft ist ein Skandal, der zum Himmel schreit. „Diese Wirtschaft tötet“, hat Papst Franziskus im Blick auf die an den Rand Gedrängten und Ausgeschlossenen gesagt (Evangelii Gaudium 2013). Und der Ökumenische Rat der Kirchen urteilt nicht weniger eindeutig:  „Die Politik des grenzenlosen Wachstums durch die Herrschaft des globalen freien Marktes ist eine Ideologie, die … absolute Gefolgschaft (verlangt), was einem Götzendienst gleichkommt.“ (Busan 2013)

 

Von einem gerechten Frieden sind wir weit entfernt, solange eine wachsende Zahl von Menschen und Ländern vom Welthandel praktisch ausgeschlossen sind. Der Anteil der 42 ärmsten Länder am Welthandel beträgt gerade mal 0,4 %. Zugleich wächst ihre Schuldenlast unaufhörlich. Das bisherige Welthandelssystem nützt wenigen und schadet vielen Menschen und der Natur. Freihandelsabkommen drohen den Abstand zwischen dem reichen Norden und dem armen Süden weiter zu vergrößern und die Armut in den ärmsten Ländern zu verschärfen.

Wir brauchen nicht mehr freien Handel, von dem nur die Reichen profitieren. Wir brauchen auch keine nationale Abschottung. Wir brauchen Handelsbeziehungen, die fair, nachhaltig und partnerschaftlich sind.

 

Von einem gerechten Frieden sind wir weit entfernt, solange jeder neunte Mensch auf der Welt Tag für Tag Hunger leidet, solange jedes vierte Kind unter fünf Jahren mangelernährt ist. Der Hunger ist von Menschen gemacht. Er ist die Folge von Lebensmittelspekulation, Landraub und Kriegen. Auch von den Folgen des Klimawandels, der vor allem von den Industrieländern verursacht wird, sind die armen Länder des Südens schon jetzt am stärksten betroffen.

Armut und Hunger sind ein Verbrechen, an dem wir durch unseren Konsum und Lebensstil beteiligt sind. Es sind auch die reichen Länder, die eine Entwicklung nötig haben. Eine Entwicklung hin zur Solidarität mit den Armen und Hungernden. Sie dürfen beim notwenigen Wandel nicht länger nur Objekte sein, sie müssen Subjekte werden. Es ist deshalb der falsche Weg, wenn die Bundesregierung plant, die Entwicklungspolitik enger mit der Sicherheitspolitik zu verzahnen. Militär und Entwicklungshilfe müssen klar voneinander getrennt werden.

 

Von einem gerechten Frieden sind wir weit entfernt, solange Europa sich abschottet gegenüber den Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Elend fliehen. Seit der Nachkriegszeit waren noch nie so viele Menschen auf der Flucht wie zurzeit. Aber nur ein kleiner Teil der 65 Millionen Flüchtlinge weltweit sucht Schutz in Europa. Tausende von ihnen sterben jedes Jahr vor Europas Grenzen. Einzelne Staaten errichten meterhohe Stacheldrahtzäune, an anderen Abschnitten kommt Frontex, die Grenzschutzagentur der EU, zum Einsatz. Inzwischen sollen auch Militäreinsätze dafür sorgen, dass Flüchtlinge es nicht bis in die EU schaffen. Diese Politik gefährdet elementare Menschenrechte.

Europa muss sich seiner Verantwortung bewusst werden, Flüchtenden Schutz zu gewähren. Die EU muss endlich gemäß ihren humanitären Werten handeln: Beendet das Sterben – öffnet legale und gefahrenfreie Wege für Flüchtlinge!

 

Von einem gerechten Frieden sind wir weit entfernt, solange die Militärhaushalte erhöht werden und die Rüstungsexporte steigen. Es ist ein Skandal, dass Waffenproduktion und Waffenhandel eine Quelle wirtschaftlichen Reichtums sind. Noch immer ist Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Noch immer wird am Krieg verdient. Die Bereitschaft, in Krisengebieten militärisch einzugreifen, ist bedrohlich gewachsen. Wer Bomben abwirft und militärische Stärke zeigt, kann sich der Anerkennung vieler sicher sein. Der jüngste Angriff der USA auf den syrischen Flugplatz al-Schairat zeigt erneut, dass das Völkerrecht dabei keine Rolle spielt. Alle Kriegsparteien, die in diesem Konflikt militärische Mittel einsetzen, um ihre Machtinteressen durchzusetzen, nehmen den Tod unzähliger Zivilpersonen billigend in Kauf. Es gibt keine militärische Lösung für Syrien. Auf Gewalt mit Gewalt zu reagieren, verstärkt nur die Leiden der Zivilbevölkerung. Syrien braucht eine politische Lösung – und zwar schnell.

Wir stehen am Beginn einer neuen Aufrüstungsspirale. Bereits im Bundeshaushalt für das laufende Jahr 2017 werden die Verteidigungsausgaben um 2,3 Milliarden Euro erhöht. Der Zivile Friedensdienst dagegen erhält nur 3 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Kluft zwischen den Militärausgaben und den Ausgaben für Frieden und Entwicklung wächst also weiter.

Gerechter Frieden erfordert eine zivile Politik. Es geht darum, die militärische Logik zu überwinden durch eine konsequente Friedenslogik. Eine zivile Friedenspolitik bedeutet, die Instrumente ziviler Konfliktbearbeitung konsequent zu fördern und auszubauen. Nur so kann verhindert werden, dass bestehende Konflikte zu gewaltförmigen Konflikten eskalieren. Friedens- und Entwicklungsorganisationen haben seit langem Konzepte gewaltfreier Konfliktbearbeitung entwickelt und in zahlreichen Krisenregionen auch mit Erfolg angewendet. Darum fordern wir eine Wende weg vom Militär und hin zu einer zivilen und gerechten Politik. Der zivile Friedensdienst muss als Alternative zum Militär entwickelt und unabhängig vom Militär organisiert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Militärausgaben drastisch gesenkt und die Mittel für zivile Friedensförderung, für humanitäre Hilfe und Entwicklung deutlich erhöht werden. Nur wenn wir gewaltfreie Alternativen der Deeskalation und Friedensförderung stärken, können wir die Aufrüstungsspirale stoppen. Der Krieg – von welcher Seite er auch immer angezettelt wird – muss endlich geächtet, delegitimiert und überwunden werden.

Was uns verbindet, ist die Hoffnung, dass eine andere, eine neue Welt möglich ist. Eine Welt, in der alle Menschen in Frieden und Gerechtigkeit leben können. Ein Ja zum Leben, das wir Ostern feiern, bedeutet ein Nein zu Krieg und Gewalt. Die Situation unserer Welt verpflichtet uns, uns für globale Gerechtigkeit und einen gerechten Frieden einzusetzen. Deshalb beteiligen wir uns heute am Ostermarsch. Und deshalb fordern wir eine Umkehr: Investieren in Frieden und Gerechtigkeit, nicht in Waffen und Kriege.

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